Früh aufstehen ist ja eigentlich so gar nicht meins. Zumindest wenn es keinen Grund gibt. Nachdem ich aber mit Corona sowieso schon recht wenig Tage in der Schule war und dann auch in den Ferien definitiv genug Schlaf hatte, dachte ich mir ich könnte doch auch mal zum Sonnenaufgang auf irgendeinen Berg. Auch davon angestachelt, dass ich Leuten auf Instagram folge (speziell Leni und Stephi) die sowas öfter machen und ich immer neidisch auf die Fotos bin/war.

Wie immer gilt: Wenn, dann übertreibe ich erstmal. Also habe ich kurz auf komoot geguckt, wie lange ich in etwa auf den Aggenstein hochlaufe, habe vom Sonnenaufgang zurück gerechnet und mir meinen Wecker gestellt. Leider war ich zu doof zum Rechnen, denn ich hatte den Wecker genau eine Stunde zu spät gestellt (ich glaube 4:45 Uhr statt 3:45 Uhr), und bin somit nur ca. 20 Min vor Sonnenaufgang um 5:46 Uhr bei Grän los gelaufen. Gut eine Stunde später (auf dem Wander Wegweiser stehen 3h Wanderzeit^^) war ich dann etwas nach Sonnenaufgang oben.

Hochweg zum Aggenstein – da kam die Sonne schon raus, bevor ich oben war
etwas verschwitzt oben angekommen

Den gleichen Weg zurück laufen ist ja langweilig, also gings weiter zum Brentenjoch und dann erst wieder zurück zum Auto.

Blick vom Brentenjoch zurück zum Aggenstein

Und jetzt kommt die totale Übertreibung: Weil das ja nicht reicht, bin ich direkt danach zum Trendsportzentrum nach Nesselwang und dort dann noch 15km gerollert. Entsprechend k.o. war ich danach auch. Also gings an den Kögelweiher ein bisschen im Wasser ausplantschen und gemütlich in der Wiese liegen.

Skirollern in Nesselwang

Jetzt war ich auf den Geschmack von Sonnenaufgang auf Bergen gekommen. Nachdem mir unbekannte Wege im Dunkeln erstmal nicht geheuer waren, bin ich schon vier Tage später (16.08) auf Alpspitze und Edelsberg gelaufen.

Kurz vor dem Gipfel geht die Sonne auf
Alpspitze

Und weitere fünf Tage später habe ich dann meine Aggensteinrunde noch erweitert: Ich bin mit dem Auto zum Parkplatz in Grän gefahren, dann erstmal mit dem Fahrrad zurück zum Gasthof Fallmühle, dort das Rad angesperrt und den Breitenberg hoch. Dort war ich dann zum Sonnenaufgang.

Blick vom Breitenberg in Richtung Aggenstein und Brentenjoch
Breitenberg

Danach gings weiter zum Aggenstein und Brentenjoch. Dann wollte ich eigentlich noch weiter zum Roßberg laufen, da das vom Brentenjoch echt nicht weit ist. Allerdings ist der Weg kein ausgeschriebener Weg und führt direkt über den Grat. Da wurde es mir dann doch irgendwann zu geröllig für alleine unterwegs, bereits auf drei Gipfeln gewesen und zudem noch nur Joggingschuhe an. Also umgedreht und wieder zurück zum Auto nach Grän. Auf dem Heimweg dann mein Fahrrad wieder eingesammelt.

Auf dem Weg zum Roßberg der Blick zurück: von links: Brentenjoch, Aggenstein, Breitenberg

 

„Urlaub 2020“

Mein einziger „richtiger Urlaub“ 2020 waren dann drei Tage wandern auf dem Berliner Höhenweg Anfang August mit Meli. Sie kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit als Biathlet, daher gehört sie schon seit gut 10 Jahren zu meinem engeren Freundeskreis. Nachdem Meli auch sehr gerne fotografiert waren die drei Tagesetappen auch von unzähligen Fotostopps übersehen und wir hatten am Ende über 1500 Bilder 🙈

Gestartet sind wir am Schlegeisspeicher, von dort aus zum Furtschaglhaus. Nicht weit für eine Tagesetappe, deswegen sind wir am Nachmittag dann auch nochmal n Stück Richtung Gletscher gelaufen, bevor es zu regnen angefangen hat.

Auf dem Weg zum Furtschaglhaus – Blick zurück zum Schlegeisspeicher
in der Nähe des Furtschaglhaus

Am zweiten Tag gings dann über das Schönbichler Horn 3133m zur Berliner Hütte. Schön mal über 3000m gelaufen zu sein, allerdings war der Weg nicht super schwer zu laufen, wenn man seine Beine und Füße bedienen kann.

Gipfel des Schönbichler Horns (3133m)
Beim Runterweg immer wieder der Blick auf den Gletscher

Am dritten Tag gings dann eigentlich schon wieder zurück zum Auto, da wir dafür aber den ganzen Tag Zeit hatten, sind wir den Berliner Höhenweg noch ein Stück weiter bis zum Schwarzsee gelaufen. Das hat sich definitiv gelohnt.

allein wegen dem Foto hat es sich gelohnt – und ja so 🤏🏻 kalt 😉

Wenn ihr übrigens mehr Details und mehr Bilder zu den drei Tagen haben möchtet, habe ich da auch einen Daily Blog geschrieben. Hier geht’s zur Übersicht der drei Einträge.

Am vierten Tag mit Meli gings dann mit Ihrem Bruder und einer gemeinsamen Freundin ein bisschen zum Wandern und Baden. Damit war dann mein 4-Tages-Urlaub auch schon vorbei und ich habe weiter irgendwelche kleinen Tagestouren (vor allem die Sonnenaufgangs-Joggingrunden) gemacht.

 

Zwei Rad-Highlights

…fehlen noch. Ziel war bei beiden die Gappenfeldalm (oberhalb des Vilsalpsee bei Tannheim). Das erste Mal bin ich mit Max von Nesselwang aus gestartet und wir sind von dort aus die Tour gefahren. Highlight war das „unter Wasser Mountainbiken“ im Grüntensee. Denn der Grüntensee hatte Hochwasser, womit die Wege unter Wasser standen. Wir sind einfach trotzdem durch. Mehr dazu gibt’s in einem extra Blogeintrag 😉

Ja, wir fahren/schwimmen da noch Fahrrad 😉

Mit dieser Tour war ich schon wieder getriggert. Warum die Runde nicht auch mal von Kempten probieren? Also Tour geplant und gut zwei Wochen später, am 27.08, dann von Kempten über den Kemptener Wald, Görisried nach Nesselwang. Von dort aus über Pfronten weiter nach Grän und dann Richtung Gappenfeldalm. Aber warum nicht auch einen Gipfel mitnehmen? Also am höchsten Punkt das Rad stehen gelassen und noch das letzte Stück zur Sulzspitze hoch gelaufen. Dort erstmal ausgiebig zu Mittag gegessen.

Blick von der Sulzspitze (2084m)

Diesmal hatte ich beschlossen, nicht wie mit Max, übers Neunerköpfle zurück zu fahren, sondern direkt von der Gappenfeldalm zum Vilsalpsee runter. Ja. Also, bei dem Trail (eigentlich Wanderweg 💁🏻‍♂️) habe ich die 70km und über 2000hm in den Beinen dann doch schon kräftig gemerkt.

leider sieht man das Gefälle nicht…

Nachdem mich manche Wanderer sicher für vollständig gestört erklärt hatten, dann weiter Richtung Schattwald, Oberjoch, Hindelang nach Sonthofen. Eigentlich hatte ich vor noch ein Stück Richtung Alpsee zu fahren, dort dann am Hang entlang zurück nach Kempten. Aber in Sonthofen war ich dann so kaputt, dass ich beschlossen habe doch auf dem Illerradweg den direkten Weg nach Kempten zu wählen. 134km, 2300hm (mit Alpsee wären es über 2500hm gewesen, was mein eigentliches Ziel war… nächstes Jahr 😉) Tour auf Strava.

Beide Gappenfeldalm Touren wären mit dem eBike nicht möglich gewesen. Nr. 1 wegen dem Hochwasser am Grüntensee und Nr. 2 weil wohl kein Akku diese Distanz und Höhenmeter ohne Laden hält. Allein das stimmt mich schon sehr glücklich.

Damit wären wir jetzt schon im September angekommen, dort gabs dann ne größere Veränderung für mich. Mehr gibt’s im nächsten Blogeintrag in ein paar Wochen.

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