Gestern war ich seit Innsbruck mal wieder radeln. Eigentlich war letzten Sonntag nach dem Berliner Höhenweg nochmal radeln geplant, aber das hat dann doch nicht hingehauen. Ein neues Tretlager habe ich auch immer noch nicht 🙈 Da komme ich aber später nochmal drauf zurück.

Max hatte gestern einen freien Tag, also habe ich vorgeschlagen, dass wir doch mal wieder die große Runde zur Gappenfeldalm radeln. Die sind wir vor 6 Jahren mal mit Dani geradelt, dann war ich beim Studieren und Max in der Weltgeschichte unterwegs.

Abfahrt

Um kurz nach 10 gings dann los, erstmal bis nach Grän und dann (eigentlich) das Tal Richtung Sulzspitze hinter. Eigentlich. Der erste Weg, den wir auch vor 6 Jahren gefahren sind, ist für Radfahrer gesperrt. Max meinte es gibt später auch noch nen anderen Weg, also sind wir erstmal am Haldensee entlang.

Haldensee

Am See vorbei habe ich dann doch mal auf die Karte geguckt und festgestellt, dass „ein anderer“ Weg Richtung Gappenfeldalm schon vor dem für Radfahrer verbotenen Weg abgebogen wäre. Dorthin sind wir dann wieder zurück und, naja den Weg braucht man für Radfahrer eigentlich gar nicht sperren… Nach ca. 500m tragen durch den Wald konnte man dann auch wieder fahren und ist dann auch auf den regulären Weg gekommen. Keine Ahnung, warum der für Radfahrer gesperrt ist. Da muss ich auch nochmal irgendwann googeln, wie man sonst fahren kann.

Wer sein Rad liebt…
…der trägt?

Jetzt gings also das Tal hinter und danach auch bergauf. Nachdem da auch kein Lift hoch geht, waren angenehm wenig Leute unterwegs. Von manchen wird man bestaunt „Sie fahren ja ohne Motor“. JAA, ich bin noch so altmodisch und sehe Mountainbiken noch als Sport.

da kamen wir hoch
Gappenfeldalm

Auf der Gappenfeldalm angekommen haben wir was gegessen und haben dann versucht ein Selfie von vor 6 Jahren nachzustellen.

Vor 6 Jahren…
Gestern 🙂 Leider ist die Selfiekamera vom Handy nicht so weitwinklig wie die GoPro 😉

Rückweg

Jetzt gings über einen Trail / Wanderweg rüber Richtung Neunerköpfle. Vieles kann ich nicht fahren, aber auch mein Fahrrad hat kräftig gelitten, weil ich es immer wieder versucht habe, bis ich an einem Felsen hängen geblieben bin. Irgendwann ist wohl auch mein Schaltwerk hängen geblieben, denn ich habe mir schon wieder mein Schaltauge verbogen… Heißt irgendwann hat meine hintere Schaltung einfach nicht mehr das gemacht, was sie sollte und die Kette ist nur rumgesprungen.

n Versuch wars wert…

Naja, mit per Hand hinbiegen und etwas einstellen zumindest so hinbekommen, dass die mittleren Ritzel funktionierten. So konnten wir noch gut weiterfahren.

Die Aussicht kann sich sehen lassen

Also am Neunerköpfle runter, durch Tannheim und dann Richtung Wertach am Grüntensee zurück. Ja, Grüntensee…

Waterbiking?

Es hat die letzten Tage recht viel geregnet, da neigt der schon schnell zu Hochwasser und setzt die Wege drumrum unter Wasser. Wir kamen zur ersten kleinen Brücke, davor standen mehrere Menschen, die überlegten, wie sie durchkommen. Anhand des Brückengeländers konnten wir recht gut einschätzen, dass das Wasser wohl etwa knietief ist (ca. 30-40cm). Max und ich beschlossen es einfach mal zu probieren dort durch zu fahren.

Geht schon irgendwie 😉

Funktioniert super. Macht immer schön platsch platsch wenn die Füße für die untere Hälfte der Kurbelumdrehung wieder ins Wasser eintauchen. Wir fanden das super witzig und sind gleich mehrfach durch. Da ahnten wir noch nicht, was uns erwartet…

Nächste Pfütze mit mehr Schwung – danach waren nicht nur die Beine nass^^

Kurze Zeit später kamen uns ein paar Spaziergänger entgegen, eine Frau davon redete fast schon hektisch auf uns ein, dass wir unbedingt die nächste Abzweigung nehmen müssen, da danach der ganze Weg unter Wasser steht. Max und ich lächelten und bedankten uns. Ums nächste Eck guckt Max mich erwartungsvoll an: „Wir probieren es trotzdem oder?“ – „Ja klar!“. Wir kennen den Weg ja sehr gut, was soll also Schlimmeres passieren, außer, dass wir plötzlich schwimmen?

Als würde man einfach in den See fahren…
es wird tiefer

Als ich mich nachdem ich das Bild von Max gemacht hatte, dann auch ins Wasser begeben hab, schwamm plötzlich Max Trinkflasche vor mir. Ja, so eine leere Flasche hat vielleicht etwas mehr Auftrieb, als ein lockerer Flaschenhalter hält 😅 Jetzt ging es fast die komplette Strecke (ca. 800m) bis zum Staudamm in so tiefen Wasser weiter.

Wir trafen zwei Mädels, die so nett waren und ganz spontan auf Max Aufforderung ein Foto von uns zu machen, reagierten und ein tolles Bild bei rauskam 🙂 – Danke Sian & Larissa

Fazit:

  • Man kann in hüfttiefen Wasser radeln, wenn keine Strömung herrscht und der Boden recht eben ist
  • Wenn der Rahmen mal voller Wasser gelaufen ist, dann ist ein Fahrrad ganz schön schwer.
  • Unsere Fahrradrahmen haben hinten Löcher, wo das Wasser raus (und rein^^) laufen kann.
  • Unter Wasser lenken geht ganz schön schwer.
  • Ein Fahrrad schwimmt fast, wenn man nicht drauf sitzt.
  • Die Umrundung des Grüntensee ist aktuell mit einem E-Bike nicht möglich 😛
  • Ich brauche nicht nur ein neues Tretlager, sondern auch ein neues Schaltauge (bereits bestellt^^)

Tour:

Hier noch ein Video mit ein paar Highlights des Unterwasserradeln:

Ein Kommentar

  1. Hi Nico,
    habe deinen Bericht mit viel schmunzeln gelesen, tolle Bilder. Vor allem Die Wasserduchfahrten am Grüntensee sind genial!

    Die Wegesperrung am Anfang der Gappenfeldauffahrt gibt es schon viele Jahre. Ich vermute das hängt – wie oft in Austria – mit Haftungsfragen zusammen. Ich habe auf jeden Fall noch nie Stress bekommen, wenn ich den Weg benutzt habe. Den Übergang zum Neuerköpfle habe ich auch schon mehrfach gemacht. Mit einer gewissen Leidensfähigkeit kann das Spaß machen. Nur am Wochenende nicht. Da sind zuviel Wanderer unterwegs. Danke für den schönen Bericht und die tollen Bilder!

    Gruß
    Eckart

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