Den letzten Post habe ich aufgehört mit den Worten „Mal gucken, was in den anstehenden Osterferien so passiert.“. Ich habe ja vieles erwartet, aber sicher nicht das, was eingetreten ist. Aber fangen wir von vorne an.

Letzter Skitourenversuch am Nachmittag

Jetzt war ich also wieder fit, aber leider kam einfach kein Schnee mehr. Dann wars das wohl doch mit noch einer Skitour mit etwas Neuschnee… Ich musste es also nochmal ausnutzen, wo noch was ging und bin in der letzten Schulwoche auf den Großen Hirschberg / Spieser gelaufen. Im strömenden Regen. Super.

Regen und Wind am Gipfel
Top Aussicht…

Es war so nass und stumpf, dass ich die komplette Abfahrt Schuss runterfahren konnte und dabei nichtmals 40 km/h erreicht habe… Egal, ich habe mir an dem Tag eine Skitour vorgenommen, also wird auch eine Skitour gemacht. Am Ende wars doch irgendwie toll.

 

Osterferien

Natürlich wurden der Ferienbeginn gebührend mit einem Abend im neuraum zelebriert. Am Montag dann noch ne Runde joggen und abends ein Eis abgreifen.

Kempten hat seine schönen Ecken

Letzte Skitour 2021/2022

In den Ferien wollte ich auf jeden Fall noch ein paar Skitouren machen, jetzt habe ich ja Zeit und kann auch mal nach Österreich fahren um dort in höhere Gebiete zu laufen. Mit Meli hatte ich daher in der zweiten Woche schon ein paar Tage ins Auge gefasst. Sie war in der ersten Woche nicht da, daher habe ich mal wieder Fred (aus der Facebook-Gruppe) angefragt und wir trafen uns am Donnerstag und wollten von Zürs auf die Erlispitze. Leider stellten wir dann fest, dass die Straße nach Zürs gesperrt ist. Der Umweg war uns viel zu weit, daher suchten wir spontan etwas im Lechtal nach Alternativen. Leider hat es dort auch nur sehr wenig Schnee und Lust auf erst ein Stück zu Fuß hatten wir auch nicht. Also sind wir bis nach Warth gefahren um von dort aus notfalls die Skipiste hoch zu laufen.

Glücklicherweise lag dort noch genug Schnee, dass man sogar abseits der Piste zum Warther Horn laufen konnte.

Wir waren die Einzigen
auf dem harten Schnee hat man nichtmals Spuren hinterlassen

Somit war der Hochweg sehr schön, wir waren komplett allein. Zumindest auf der Skitouren-Route. Wenn man einen Blick auf die Skipiste geworfen hat, dann war es da sehr lebhaft. Kurz unterhalb des Gipfels dann die Skier ausgezogen und das letzte Stück zu Fuß hoch.

Den Gipfel (links) im Blick

Die Abfahrt war dann nochmal traumhaft. Nachdem die Sonne den Schnee jetzt angetaut hatte, war es schöner Firn zum fahren. Nicht so schön wie Neuschnee, aber definitiv besser als nasser, schwerer Schnee oder Eis. Fred und ich wählten unterschiedliche Routen (er kann ja auch viel besser Skifahren als ich) und trafen uns dann am unteren Ende der Skipiste wieder.

Warther Horn (2246m)

Unsere Skitour war somit sehr viel kürzer als geplant, aber trotzdem noch schön. Wir haben kurz überlegt nochmal hochzulaufen, hatten dann aber auch keine Lust mehr, gerade nachdem es jetzt schon weich wurde. Also wieder zurück nach Hause.

 

Osterwochenende der Eskalation

Nachdem ich am Sonntag Geburtstag habe und wegen Corona schon Headhunterz im neuraum vor ein paar Wochen verpasst hatte, wollte ich also auf jeden Fall am Samstag ins Kesselhaus nach Augsburg zu Headhunterz und somit in meinen Geburtstag reinfeiern. „Blöderweise“ hat das neuraum dann für Sonntag Sefa angekündigt. Also war klar, dass ich im neuraum auch rausfeiern werde. Damit das mit Schlaf kompatibel wird, musste ich also meine Schlafenszeit etwas verschieben. Am Freitag war Hausparty bei einer Freundin, also habe ich da doch gleich mal angefangen. Ich war zwar um 3 Uhr wieder zu Hause, bin aber erst um 4 ins Bett und dann erst ca. 12 Uhr aufgestanden. Abends ins Kesselhaus.

Headhunterz im Kesselhaus
Stimmung war vorhanden 🙂

Sonntagnachmittag dann Besuch bekommen und abends ab ins neuraum. Nachdem Sefa schon etwas gehyped wird, waren natürlich so gut wie alle Leute da, die ich so kenne. Das war schon besonders cool. Wie immer ein Top-Abend.

Konfetti & CO₂; einfach schön im neuraum
Mal ein Bild von Tha Voice im Club und nicht nur aus dem Salon
till the end – zwei Nächte am Stück 6+ Std im Club verbracht ✅
Man kennt sich.

Ostermontag – so fühlt es sich also an, wenn man 30 ist

Mittlerweile ist es Ostermontag. Nachdem ich wieder meine ca. 5 Std. geschlafen habe, habe ich mich mit Theresa für ne kleine Runde Biken verabredet. Wir sind die klassische Blenderrunde gefahren, haben am Blender Brotzeit gemacht und sind dann über den Trail wieder runter.

Blender Hochweg
Blender

Theresa kannte den Trail nicht, daher bin ich vorgefahren. War sehr zufrieden mit mir, denn ich bin alles gefahren, wo ich manchmal doch schon abgestiegen bin. Kurz bevor es auf einem Forstweg weitergeht, habe ich angehalten und auf Theresa gewartet. Wir haben uns kurz unterhalten. Weiter geht’s. Zumindest ca. 5 Meter, dann bin ich – wohl noch im Lostrudeln – mit dem Lenker in nem Stock hängen geblieben und unfreiwillig abgestiegen. Im Fallen dachte ich mir noch „ah halb so wild, bin sehr langsam, falle auf weichen Waldboden, was soll passieren“. Beim Abstützen mit den Armen war ich vielleicht etwas zu entspannt und mein rechter Arm knickte nach innen, statt außen. Beim Abrollen huschte mein Arm kurz durchs Sichtfeld und ich dachte mir „oh das sieht nicht gut aus“. Auf den zweiten Blick erkannte ich eine große Kuhle unterhalb des Ellenbogen. „Scheiße, gebrochen.“, dachte ich und meinte zu Theresa irgendwas in die Richtung „ich fahr nicht mehr weiter, ich glaube mein Arm ist gebrochen und brauch nen Arzt.“ Ihr Gesichtsausdruck, nachdem sie auf meinen Arm geguckt hat, bestätigte meine Forderung. Sie rief den Rettungsdienst.

Nachdem die uns dann geortet hatten, kam der Rückruf der Bergwacht, dass sie jetzt mit dem Heli kommen. Ich „äh, Helikopter? Ich habe mir doch nur den Arm verletzt, reicht da nicht ein Krankenwagen?“, „Bis der Krankenwagen da in der Nähe ist, dauert es bestimmt 20-30 Minuten, wenn sie überhaupt durch kommen, Heli geht viel schneller“. Gefühlt keine 3 Minuten nach dem Gespräch hörten wir ihn auch schon. Schmerzen hatte ich keine bzw. nur ein unangenehmes Gefühl im Arm, solange ich ihn stillgehalten habe. Während wir auf den Heli gewartet haben, habe ich mal versucht aufzustehen. Dabei ist mir direkt sehr schwindelig geworden, also nix mit zur Wiese laufen, wo der Heli landet.

Als mich der Notarzt versorgt hatte, mein Arm in einer provisorischen Schiene war und ich etwas Schmerzmittel bekommen habe, habe ich es dann doch geschafft zu laufen und konnte somit sogar im Heli sitzen und die Aussicht genießen. Cool. Umso ärgerlicher, dass es nur der Blender war und nicht irgendwo in den Alpen, da wäre die Aussicht schöner gewesen.

Sitzplatz im Heli – wenn der jetzt über meine Wohnung fliegt, kann ich wenigstens sagen „da bin ich auch schon mitgeflogen“

Im Krankenhaus haben sie mir dann während ich im Drogenrausch ausgeknockt war den Arm wieder eingerenkt. Achja: er war nicht gebrochen, sondern „nur“ ausgerenkt. Was jetzt besser ist, weiß ich auch nicht.

Nach dem Einrenken – vor dem Röntgen
Zurück zu Hause

Dann war die Skitour mit Fred wohl wirklich die letzte diesen Winter. Schade, aber gut, dass nicht mehr passiert ist. Gebe ich den zwei / drei Tagen feiern davor die Schuld für den Unfall? Nein, ich hatte eigentlich immer genug Schlaf und habe mich auch fit gefühlt. Das war einfach eine blöde Unachtsamkeit. Passiert. Und wenn man 30 ist, dann macht man sich scheinbar bei einem Fahrradsturz aus 7 km/h was kaputt 😅

Reine Schlafzeiten (ohne Wachphasen), da habe ich manchmal zu Schulzeiten weniger 😉
Eine Woche später wurde der Gips dann durch die Schiene ersetzt

Am letzten Osterferienwochenende habe ich dann tatsächlich mal aufs neuraum verzichtet (mehrere Stunden den Gipsarm halten geht doch auf die Schulter) und mich auf meine private Geburtstagsfeier beschränkt 😉

von wem man im neuraum alles vermisst wird 😂

Weiter geht’s dann im nächsten Blog. Ich war ja nicht untätig, schließlich kann ich trotz gehandicapten Arm trotzdem laufen 😉

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