2020 – für alle ein verrücktes Jahr – Ich bin so sportlich, wie ich wahrscheinlich seit meiner aktiven Zeit als Biathlet nicht mehr war. In den kommenden Posts (die wahrscheinlich bis zum Jahresende dauern, wie ich mich kenne) werde ich ein paar Highlights meines Jahres 2020 erzählen. Schließlich sollte man immer die positiven Dinge in Erinnerung behalten. 

Freitag der 13.03 – „letzter Schultag“

Der letzte Tag Normalität, zumindest für mich. Am Tag zuvor haben wir noch gesagt „ah nee, das kann doch nicht soo schlimm sein, dass die sogar Schulen schließen“, dann kam somit plötzlich die große Realisierung, dass das ganze Thema wohl doch brisanter ist, als es erst gewirkt hat.

Klassenzimmer bleiben leer – das Bild habe ich Ende April gemacht, als ich mir Material für ein Video geholt habe

Am Sonntag 15.03 war ich noch beim Badmintonspielen, schon in der Vorahnung, dass das wohl das letzte Mal für ein paar Wochen (haha) gewesen sein wird. Ab Montag der Lockdown. In der Schule herrschte totales Chaos, sämtliche (offizielle) digitale Kommunikation (mebis, Untis Messenger…) war überlastet und nicht erreichbar. Kontakt zu anderen, außerhalb der Wohnung durfte man ja nicht haben. Nagut, ich wohne allein, also war ich heilfroh, dass wenigstens Sport an der frischen Luft erlaubt war.
Mein Fahrrad stand damals noch bei einem Kumpel in Nesselwang in der Garage, weil ich sowieso lieber näher an den Bergen radeln wollte. Also gingen die ersten Radtouren alle von Nesselwang aus. Da noch März war, hatte ich, sobald man höher kam, mit Schnee zu kämpfen. Aber das macht ja auch irgendwie Spaß.

Auf dem Weg zur Alpspitze

Das erste Mal so richtig realisiert, wie „krass“ die Sache eigentlich ist, habe ich als ich nichtsahnend eine Radtour zur Vilser Alm gemacht habe und auf dem Rückweg plötzlich vor geschlossener Grenze stand.

Hinter der Vilser Alm
darf ich zurück? :O

Eine geschlossene Grenze, mitten in Europa. Eine Grenze die ich, wie mir da erst auffiel, bei ganz vielen Radtouren mehrfach überquere. Da lernt man erstmal wieder zu schätzen, wie gut wir es hier eigentlich haben.
Auf den folgenden Radtouren gab es dann eher natürliche „Grenzen“ im Sinne von umgeknickten Bäumen über den Wegen.

„das war bestimmt der letzte“ – 200m weiter liegt der nächste Baum…

Schule

Schule lief jetzt auch langsam mit Microsoft Teams wieder „regelmäßig“. Nur mit dem Lehrervorteil auf die ganze Woche ausgeweitet: Man kann arbeiten, wann und wo man will. Das habe ich auch mal ausgenutzt.

„Home“office am Edelsberg 🙂

Auch sonst habe ich das digitale Unterrichten genossen, denn dort konnte ich einiges ausprobieren, was noch niemand probiert hatte. Endlich mal nicht mehr nur der Newbie sein. Ich drehte mehrere Videos für meine Physikklasse. Wahrscheinlich auch, weil ich damit einfach mehrere Dinge die ich gerne mache vereinen konnte: Videos, Technik und Faszination für Physik weitergeben.

Mehr Mountainbike

Irgendwann wollte ich längere Touren machen, was mich dazu getrieben hat mein Fahrrad doch mit nach Kempten zu nehmen. Am 8. April dann die erste Tour ab Kempten mit Andrea, einer Seminar-Kollegin, mit der ich erst dank Corona mehr Kontakt hatte, weil sie auch in Kempten, nicht weit von mir entfernt, wohnt. Das war eine Tour von Kempten, durch den Kemptener Wald, Görisried nach Oy und dann über den Rottachspeicher wieder zurück, etwa 70km, 1000hm. Gar nicht schlecht für eine Radtour Anfang April und erst recht nicht schlecht für Andreas erste Radtour 2020 😉

Pause am Rottachspeicher

Dann kamen die Osterferien und ich hatte plötzlich gar nichts mehr zu tun. Ich bin jeden zweiten Tag radeln gegangen und habe auch die Gegend rund um Kempten für mich entdeckt. Auch hier im „fast-Flachland“ kann man doch Touren fahren, die dann auch ein paar Höhenmeter haben, aber halt nur als Aneinanderreihung einzelner Hügel.

Alpsee

In den Ferien habe ich dann angefangen rumzuspinnen, dass ich eigentlich gerne den Breitenberg radeln würde und das auch ab Kempten machen könnte. Eine Woche nach den Ferien war es soweit. Am 25.04 habe ich dann an die Kemptener Wald – Oy – Rottachspeicherrunde von Anfang April einfach noch die „Breitenbergrunde“ drangehängt.

Breitenbergsattel – 60km, 1700hm von Kempten. Jetzt „nur“ noch wieder zurück 😉

113 Kilometer und 2089 Höhenmeter, mein erstes Mal überhaupt über 2000 hm und das zweite Mal über 100 km und das schon Ende April. Wo soll das nur hinführen?

Weiter geht’s in ein paar Wochen 😉

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.