Achtung: viel zu lesen 😉 Da wir diesmal zu viert waren, hab ich beschlossen das ganze mal in einen extra Blogpost zu packen. Fangen wir mal mit Sandras Fazit an, denn sie hat das zuerst geschrieben:

Sandras Fazit

Mein Highlight kann ich gar nicht so genau benennen, aber auf jeden Fall zählt das Trekking zu den besten Erlebnissen im Urlaub. Wenn ich daran zurückdenke, sind wir zwar sehr viel gelaufen und trotz der Schmerzen überall, bleiben einfach die tollen Eindrücke des Hochlands hängen. Die Vielfältigkeit der Natur war schon sehr beeindruckend. Und auch das Gefühl am Ende einer Etappe und auch am Ende der Trekkingtour war einfach überwältigend.

Island #5 – Ankunft am ersten Campingplatz

Ein weiteres Highlight waren für mich die Gletscher und die Eisschollen, die ins Meer schwammen. Hier hatten wir leider nicht so viel Zeit zum Genießen. Und ein weiteres kleines Highlight waren auch die Wale und Robben die wir in den Fjorden gesehen haben.

Island #10

Was ich an unserem Roadtrip gut fand war, dass wir fast durchgehend gutes Wetter hatten und natürlich die Vielfalt an verschiedenen Landschaften die wir bewundern konnten. Eher negativ fand ich, dass wir außerhalb unseres Roadtrips zu wenig andere Sachen machen konnten. Also mal ne kleine Tour ins Hochland oder mal ins Museum oder, oder, oder… ich glaube dabei hat mich vor allem gestört, dass wir so lange nur im Auto saßen und viel gefahren sind.

Generell würde ich sagen, dass ich beim nächsten Mal ein Allrad-Auto mieten würde, wenn es das Budget zulässt. Damit ist man einfach freier und kann spontaner mal ein wenig außerhalb der Ringstraße rumfahren.

So einer 😉

Ich würde auch keinen Roadtrip mehr machen wollen, in dem Sinne dass ich auf jeden Fall einmal um die Insel will, sondern mich lieber auf schöne Dinge konzentrieren für die man so keine Zeit hätte. Außerdem würde ich eine Reise, die ich mit Freunden unternehme etwas anders planen. Wir haben uns diesmal so organisiert, dass sich jeder ein Viertel Islands vornimmt und die schönen Sachen raussucht und den anderen kurz vorstellt. Fürs nächste Mal würde ich mich aber trotzdem lieber über alles etwas genauer informieren wollen, so dass ich bei den Vierteln der anderen auch Mitreden kann und besser einschätzen kann was sich lohnt und was nicht. Ich denke das hätte uns einiges an Diskussionen erspart.

Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden mit unserer kleinen Islandrundreise und würde auch gerne nochmal nach Island fahren, dann aber vielleicht nicht ganz so lange 😊

 

Nicos Fazit

Die ersten Tage im Auto entlang der Ringstraße, war ich ja überhaupt nicht glücklich, da überall ein Haufen an Touristen war. Da hab ich oft gedacht „Landschaftlich schön, aber Schottland war im gesamten um einiges besser“. Ich vergleiche den Urlaub innerlich immer mit Schottland, da es beides „nordische“ Länder sind und wir bei beiden etwa 18 Tage mit Auto und Zelt unterwegs waren.

ein paar Touristen… – Skógarfoss, Island #8

Wie ich aber schon im Blog dann beschrieben habe, war ab in etwa Vík im Süden Islands die Touristendichte deutlich geringer und ab dem Moment konnte ich auch richtig genießen.

Am besten gefallen hat mir, wie auch Sandra, die Trekkingtour. Wenn man das wie empfohlen in 4 Tagen und nicht in zwei Tagen macht, dann ist das sicher der Hammer. So fand ich die erste Etappe (also unseren ersten halben Trekkingtag) am schönsten. Die Landschaft war der Hammer.

Trekkingtour Tag 1 – Island #5

Island hat außer Landschaft ja nicht viel zu bieten und dem sollte man sich auch bewusst sein. In Schottland hat man mal schöne Landschaft und mal ein schönes Castle oder anderes Gebäude, was man sich angucken kann. Dadurch, dass Island noch so ein junges Land ist, gibt’s hier sowas einfach nicht. Das soll jetzt auf keinen Fall schlecht klingen, denn die Natur ist absolut unschlagbar und dagegen stinkt Schottland schon ordentlich ab 😉

Was würde ich das nächste mal anders machen?

Zum einen würde ich nicht die CampingCard kaufen. So haben wir uns nämlich schon im Vorhinein an Campingplätze gebunden. Zu Beginn hatte ich das auch befürwortet, denn in Schottland gab es nicht viele Campingplätze. Hier in Island ist gefühlt alle 10 Minuten Autofahrt ein Campingplatz, aber nur jeder 5-8te in der CampingCard enthalten. Das hat uns immer zusätzlich Stress bei der Routenplanung gemacht, den ich lieber vermieden hätte. Wenn man dann für die Übernachtungen am Ende pro Person vielleicht 50€ mehr gezahlt hat, macht das den Braten auch nicht mehr fett.

Jetzt kommt noch was, was manche (die mich besonders gut kennen) vielleicht überrascht: Ich hätte gerne einen zweiten Fahrer gehabt. Ich fahr zwar unheimlich gern Auto und mich hat keiner der insgesamt 4500km gestört hinter dem Steuer zu sitzen, aber dadurch, dass ich auch noch derjenige für die Fotos war und den Blog auch noch schreibe, hatte ich quasi keine Minute zum entspannen. Ständig musste ich mir überlegen „Drohne ja/nein, wo anhalten, wo fotografieren, wann schreib ich den Blog, welchen Akku lade ich wann am klügsten“ und und und… Was ich für den Blog so alles mache, das hab ich mal in einem Zweiteiler „Behind the Blog“ geschieben. Für mich war der Urlaub also wunderschön, aber auch durchgehend Stress, den mich mir aber selber gemacht habe. Müsste ich, wie Jojo und Christian, morgen wieder Arbeiten, wäre ich alles andere als erholt. Zum Glück bin ich Student und hab bis zum 15.10 gerade mal eine Klausur, kann also jetzt daheim erstmal eine ruhige Kugel schieben.

mein „weitester“ Drohnenflug 4524m vom Startpunkt, aber auch nur, weil ich unser Auto verfolgt habe 😉

Wie Sandra schon beschrieben hat, würde auch ich mir beim nächsten Urlaub eher einen 4×4 Geländewagen mieten und speziellere Ziele ansteuern. Für das erste Mal in Island war der Kombi allerdings auch nicht falsch. Wir sind ja noch jung und kommen vielleicht in unsrem Leben nochmal nach Island. Besonders, wenn gerade ein Vulkan Lava spuckt würde es mich extrem reizen.

Insgesamt muss ich nochmal DANKE an Sandra, Jojo und Christian sagen, dass sie immer so geduldig waren, als ich etwas länger gebraucht habe, weil ich noch ein Foto, Video oder Drohnenflug machen wollte. Die drei haben sich nie beschwert, das ist nicht selbstverständlich.

Auf der Suche nach einer guten Perspektive – Island #6

 

Jojos Fazit

Dieser Urlaub war mein erster Road Trip und ganz überraschend saßen wir ganz schön viel im Auto. Nur so konnten wir die ganze Insel einmal umrunden und somit (fast) alles was man in Island entdecken kann sehen. Fast alles sind jede Menge Wasserfälle und tolle Landschaft. Meine persönlichen Highlights waren eine ganze Schule Wale und sogar Polarlichter.

Polarlichter am letzten Abend – Island #18

Was wir leider nicht gesehen haben sind Papageientaucher einfach nur, weil wir dafür zur falschen Jahreszeit auf der Insel waren. Aber das ist auch so ziemlich das einzige was wir verpasst haben. Insgesamt war der Urlaub wirklich klasse. Super Wetter und immer was tolles zum Anschauen. Ich glaube aber, dass ich für meinen nächsten Urlaub nicht wieder einen Road Trip wählen würde, weil mir das lange im Auto sitzen auf Dauer einfach zu langweilig ist. Ich schaue mir lieber eine Gegend richtig und intensiv an, anstatt alles mit dem Auto einmal „abzufahren“.

Unterwegs…

Trotzdem war das eine tolle Erfahrung und ich bin immer der Meinung man muss alles mal ausprobiert haben bevor man sagen kann was einem gefällt und was nicht. Zu Island im Allgemeinen gibt es noch zu sagen, dass es natürlich wie jeder schon weiß recht teuer ist aber, wenn man auf den größten Luxus verzichten kann kommt man gut über die Runden. Zelten ist überhaupt kein Problem, selbst wenn man nicht wild Campen geht findet sich in jedem Dorf ein Campingplatz für den man wenn es gut läuft nicht einmal was bezahlen muss, weil keiner zum abkassieren vorbeikommt. Manchmal hat man ganz großes Glück und es ist auch noch ein Hotpot mit auf dem Campingplatz. Dann hat man die Möglichkeit den Abend gemütlich im Warmen Wasser ausklingen zu lassen und frisch aufgewärmt in den Schlafsack zu schlüpfen.

Baden im HotPot – Island #15

Ich fand es war ein toller Urlaub und bedanke mich hiermit bei unserer tollen Begleitung Sandra und Nico (insbesondere für die super Fotos) und natürlich auch bei meinem Zelt Mitbewohner und Freund Christian für die gute Teamarbeit.

 

Christians Fazit

Nachdem ich nun sieben ungelesene SMS (Warum eigentlich SMS?) von Nico habe, die mich alle daran erinnern sollen, dieses Fazit zu schreiben, mache ich es halt mal…

19 Tage Island, wenn man An- und Abreisetag weglässt, was bliebt da am meisten hängen?

Grün und Landschaft. So unglaublich viel Grün und so unglaublich viel Landschaft!

Mit diesen Worten lässt sich für mich dieser Urlaub doch am besten zusammenfassen.

Und vielleicht mit Schafen.

Landschaft, grün und Schafe (weiße Punkte links unten) – Island #12

Es gab natürlich mehr als diese drei Dinge, aber Grün und Landschaft sind eben einfach von Anfang an hängen geblieben.

Warum also Grün? Das liegt denke ich vor allem an der Ausgangslage: Deutschland, August 2018, Rekordhitzesommer. Wir entfliehen den regelmäßigen 36°C, den braunen Wiesen und dem Laub, das eigentlich erst nach unserer Rückkehr zu fallen beginnen sollte. Und landen in Keflavík. Es ist dunkel, es ist kalt, es ist windig und es regnet. Richtigen Regen habe ich das letzte Mal denke ich irgendwann im Juni gesehen. Hier in Island fällt davon mehr und das hinterlässt seine Spuren. Schon während der ersten Tage in Reykjavík fällt mir vor allem das saftige Grün auf. Parks, Wiesen, das Gras, welches zwischen den Bodenplatten wächst, alles ist so unglaublich saftig grün. Und das fällt mir auch bei unserer Rundreise immer wieder auf. Ob man über eisige Gletscher läuft, schwarze Vulkansandwüsten durchquert, auf einem in der Sonne wie Diamanten glitzernden Obsidian-Lavafeld steht oder einfach nur aus dem Auto schaut, Irgendwo ist immer ein abartig frischer Flecken Grün zu sehen.

Sogar die Häuser sind grün – Island #12

Und mit diesem Satz sind wir auch schon bei Eigenschaft zwei: Landschaft.

Davon hat Island eine Menge! Es gibt auch schöne Nicht-Sehenswürdigkeiten wie Kirchen die alle irgendwie gleich aussehen und Torfhäuser die ich ach total langweilig finde, aber an der Landschaft kann man sich einfach nicht satt sehen und man muss sich mit der einzigen richtigen Art und Weise zum Angeben für nach dem Urlaub festhalten: Panoramaaufnahmen.

Lavafeld – Island #4

Ein Wasserfall passt meistens auch so auf ein Foto, aber dieser unglaublich überwältigende Eindruck der Natur und des Landes um einen herum wurde für mich vor allem durch die Weite der Landschaft ausgemacht. Muss man einfach selbst erlebt haben!

Eigenschaft drei sind dann die Schafe, die standen halt überall rum.

Was ist sonst noch so hängen geblieben? Isländer haben wie oben angedeutet eine extreme Begabung, aus Nichts eine (Nicht-)Touristenattraktion zu machen. Da wird einfach zu einer Belanglosigkeit ein Parkplatz angelegt, ein Toilettenhäuschen und eine Infotafel aufgestellt und ein großes rotes X auf die Infokarte gemalt. Die Touristen kommen dann von ganz alleine.

Das Essen hat auch gepasst, haben wir ja auch hauptsächlich selbst mitgebracht. Italienischer Abend mit Pasta und Irgendwas Soße jeden zweiten Tag und dazwischen Käsespätzle und Kartoffelsuppe. Typisch isländisch waren wir dreimal im SubWay und haben öfters einen Skýr (Isländischer Quark) gegessen. War lecker und hat satt gemacht.

Die drei Wochen waren auf jeden Fall sehr schnell rum und waren definitiv ein geiles Erlebnis!

Würde ich nochmal nach Island in Urlaub fahren, würde ich denke ich trotzdem kürzer bleiben und die Zeit mehr mit Wandern verbringen.

Nun sitze ich wieder hier in Deutschland, bei knapp 30°C und braunen Wiesen und finde, unter dem Strich definitiv einen schönen Urlaub erlebt zu haben.

Reisedaten

Dauer: 19 Tage

Kilometer im Auto: 4525km (in 14 Tagen)

Anzahl Bilder (nur Nico+Sandra, ohne Timelapse): 4525 (haha pro Kilometer ein Foto)

Anzahl Videosequenzen: 270 + 88 Drohnenvideos = 358 Videoclips

Anzahl Timelapse: 13

Anzahl Drohnenflüge: viele 😉

Datenmenge alle Fotos+Videos: 327 GB (10.916 Dateien)

Voraussichtliche Bearbeitungsdauer: 1-2 Wochen (4-6 Std. täglich)

 

Stopp!

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3 Kommentare

  1. So ein Blog ist eine echt geile Art, seine Urlaubserlebnisse festzuhalten, denn in einem Fotoalbum schreibt man ja nicht „heute nur langweiliges Zeug gesehen“ und lässt die Seite leer.
    Besonders schade finde ich, dass man nicht in einem Schloss wohnt und JEDES dieser fantastischen Bilder großrahmig in Szene setzen kann.
    Nachdem wir kürzlich auch die Schottland-Nordtour gemacht haben, hatte ich vorher (Was waren doch gleich die interessanten Punkte?) und nachher (Guck mal, da waren wir auch!) noch einmal den Blog gelesen.
    Weiter so 😁😁😁

  2. Mir hat vor allem die offene und ehrliche Art gefallen und man hat sich gefühlt als wäre man im gleichen Zeitraum auch dort gewesen, echt verblüffend!
    Ich finde einen Blog und Bilder immer toll, da dieser auch in einigen Jahren eine tolle Erinnerung darstellen wird.
    Von mir gibt es ein ‚gute Arbeit und weiter so! :)‘

  3. Da dein Blog der erste ist, den ich je gelesen habe, ist er meine Nummer 1.
    Werde mir deine anderen Blogs auch noch nach und nach antun.
    Vor allem habt ihr mich auf Island neugierig gemacht. Dorthin ist es eine Reise wert. Mal sehen, ob es auch bei mir klappen wird.
    Mein Fazit: So ein Blog ist eine tolle Sache. Bin auf deine anderen gespannt.

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