Jetzt ist die Zukunft
Recap: Als ich vor 1,5 Wochen den Bus abgeholt habe, hat mein Auto auf dem Hinweg beschlossen nur noch auf 3 Zylindern zu fahren und mich mit entsprechenden Warnlampen zu unterhalten. Ich habe mich bis zu den Bekannten gerettet und mein „kaputtes“ Auto dort gegen den Bus getauscht. Probleme vom Zukunfts-Nico.

Heute war der Tag gekommen und ich musste den Bus wieder in mein Auto zurücktauschen. Ich war mental auf „ich mach den Motor an, er läuft nicht, ich rufe einen Abschlepper“ eingestellt. Vor dem Anlassen guckte ich in den Motorraum, nachdem ich einen Marderschaden am Zündkabel vermutete. Was ich sah war kein Marderschaden, aber ein loses Zündkabel. Das erklärt das Problem. Es sah so aus, als wäre ein Plastikring gebrochen, denn es rastet nicht ein. Ich drückte es so fest ich konnte auf die Zündkerze und startete den Motor. Läuft.

Wäre auch zu schön gewesen
Ich lies den Motor ein paar Minuten im Stand laufen. Es hielt. Also bin ich in Maierhöfen losgefahren. 7 Kilometer später, ruckeln, gleiches Problem wieder. Mittlerweile war der Motor aber heiß und ich kam mit der Hand nicht mehr in die schmale Öffnung um das Zündkabel wieder reinzudrücken. Werkzeug hatte ich keins dabei. Also doch Pannenservice. Ich meldete bei der Versicherung eine Panne, kurze Zeit später rief ein Abschleppunternehmen an.

Ich erklärte mein Problem und er hatte hörbar gar kein Bock mir zu helfen „du wirst doch wohl irgendwas, einen Lumpen, Handschuh oder so im Auto haben um da jetzt rein fassen zu können und das Kabel wieder drauf zu stecken, das machst halt dreimal bis Kempten.“. Er hat es tatsächlich geschafft mich zu überreden es nochmal zu probieren. Während ich mich mental darauf vorbereitet habe mir die Finger zu verbrennen, klingelte nochmal mein Handy. Ein anderer Abschleppdienst. Er verstand mein Problem und meinte er kommt vorbei. Notfalls bringt er mein Auto sogar nach Kempten.
Long story short. Er kam, bog den Stecker etwas auf, klebte Panzertape drumrum und drückte ihn wieder rein. Der Stecker hielt bis Kempten. Jetzt habe ich ein „kaputtes“ Auto bei mir stehen. Eigentlich will ich das selbst tauschen… dürfte nicht so schwer sein, aber braucht Zeit und Recherche, die ich gerade nicht habe. Also erstmal kein Auto.
Fazit
950km und fast 30.000hm in 16 Tagen. Lässt sich drüber streiten, ob das Urlaub ist, aber für mich war es das. Der Anfang zwar etwas holprig und teils stressig, aber insgesamt super. Langeweile kam jedenfalls nie auf.

Besonders dankbar bin ich auch für die Begleitung von Sabrina und Dési. Die Tage waren sehr viel spaßiger als die 1,5 Wochen danach. Dort stand nur noch der Sport im Mittelpunkt. Zudem ist es immer einfacher Entscheidungen, sei es eine Tourenplanung, als auch viele Kleinigkeiten, zu fällen, wenn man eine weitere Person dabei hat.

Highlights
Ich habe hier bewusst mal die Mehrzahl formuliert, denn konkret auf ein Highlight kann ich mich nicht festlegen. Viele der Touren waren landschaftlich der Hammer. Traurig zu sehen, wie klein die Gletscher werden, aber der Hochweg war immer super.

Etwas Besonderes war der Ausflug auf den Hohen Riffler. Dadurch, dass er einer der höchsten Berge der Gegend ist, war der Ausblick super gut. Dazu kommt, dass auch mein Knie die Belastung schmerzfrei überstanden hat. [Das kurze Joggen am Montag nach den Ferien allerdings gar nicht. Also gut ist es noch nicht.].


Die drei Tage in Andermatt waren auch super (außer die Kälte in der Früh). Die spontane wetterbedingte Wanderung, welche über den Wolken endete, war die wahrscheinlich beste Wanderung des Urlaubs.



Die letzten zwei Tage mit fünf unterschiedlichen, sehr namhaften Pässen, waren traumhafte Radtouren. Wenig „durch die Gegend rollen“, sondern entweder hoch oder runter. Flach war Fehlanzeige. Zudem waren die zwei Tage nochmal ein schöner Abschluss mit 6600hm zu dem Urlaubsbeginn mit 5000hm an einem Tag.


Und damit ist der Urlaubsblog jetzt, wenn auch etwas verspätet, auch beendet. Vielen Dank fürs Lesen, gerne dürft ihr mir auch in einem Kommentar euer eigenes gelesenen Highlight mitteilen.
