Montag, 31.08 – Abfahrt

Wieder klingelte um 8Uhr der Wecker, wir frühstückten. Dieses Mal hieß es aber nicht nur Zähne putzen und Müslischüssel spülen, sondern auch bezahlen. Beim Frühstück haben wir angefangen zu überlegen, was wir noch machen wollen. Wir fahren etwa 1:45Std. nach Landeck, wo um 14:57Uhr Sabrinas Zug Richtung zurück nach München fährt. Bleiben uns also noch ein paar Stunden etwas zu unternehmen. Wir fingen an optimistisch zu Planen: Einmal um den Reschensee, dann noch ins Langtauferer Tal. Oh, das sind mindestens 3 Std. reine Fahrzeit. Naja dann ohne das Tal.

Fertig gepackt 🙂

Verkürzte Tour

Die gesamte Packerei hat sich doch länger gezogen als wir dachten. Also haben wir nochmal umgeplant und sind ein Stück Richtung Reschensee, bis Burgeis, gefahren und von dort mit den Rädern gestartet.

Es folgten traumhafte Radwege, fast immer geteert (warum auch immer genau 700m am Haidersee nicht geteert sind), mit traumhaften Blicken.

Premium Radweg

„Heute nur drei Anstiege“, war ein angenehmerer Take als vorgestern, denn heute kamen wir insgesamt nur auf 502hm und 33km. Einfach eine gemütliche Runde.

Am Südufer des Reschensee
und der Blick Richtung Süden

Der östlich am Reschensee gelegene Fahrradweg war leider auch nur Schotter, also sind wir über die Straße gefahren. Bis wir wieder abgebogen sind war das wahrscheinlich mal ein 35+km/h Schnitt ;D

hier noch am Westufer

Einzige Unterbrechung war der Parkplatz am Kirchturm. Quasi ein Pflichtstopp 😉

Reschensee: Wir waren da!
sieht ein bisschen aus wie ein großes Plantschbecken, seitdem der Damm dort ist

Es ging noch einen kleinen Schlenker von der Hauptstraße weg. Erst ein kleines Stück bergauf, dann eine traumhafte Abfahrt. Sabrina schoss voraus und somit knackte ich mit dem neuen Rad auch das erste Mal die 80km/h.

Ein letztes Mal bergauf, gefolgt von einer herrlichen Abfahrt

Wie geplant sagte das Navi 14:30Uhr Ankunft am Bahnhof in Landeck. Punktlandung. Bis auf den Umweg über den Reschenpass, da die eigentliche Straße gesperrt war. Plus 6 Minuten. War zu verkraften.

 

Wieder allein.

Sabrinas Zug war pünktlich. Somit endeten unsere gemeinsamen Tage hier. Sehr schade, denn es hat sehr viel Spaß gemacht. Einfach super cool, wenn aus einem im Nebensatz erwähnte Geschichte einfach umgesetzt wird. Vielleicht gibt’s nächstes Jahr ein VaNiSa Alpentrip, alles ist möglich ;D

ein letztes Selfie 🙁

Ich holte mir beim Bahnhofsbäcker noch was zu essen und genoss die Ruhe am leeren Bahnsteig im Schatten. Dort plante ich auch, wie es nun weitergehen sollte. Bisher gibt es keine Neuigkeiten vom Bus, weshalb ich also weiterhin mit dem Zelt unterwegs bin.

Es gibt wieder Lebkuchen 😍

Ich entschied mich ins Ötztal zu fahren. Dort kann ich die nächsten Tage zwei schöne Touren fahren und hoffentlich am Mittwoch zurück ins Allgäu und den Bus holen.

 

Fancy Campingplatz

Das letzte Mal mit dem Fahrrad im Ötztal war ich, außer letztes Jahr mal im Bikepark Sölden, 2013, als ich mit meinem Kumpel Max vom Allgäu bis übers Timmelsjoch geradelt bin. Er hat damals auch Blog geschrieben:

https://maxhogarth.blogspot.com/2013/08/timmelsjoch-day-3-timmelsjoch-pass.html

Das Internet vergisst nie.

Kurz bevor ich am Campingplatz angekommen bin, tröpfelte es. Die Straße war extrem nass, es hatte hier scheinbar vor kurzem richtig kräftig geregnet. Meine Motivation nun allein das Zelt im Regen aufzubauen, hielt sich in Grenzen.

Angekommen. Und man kann den Fahrradträger doch kippen ;D

Zum Glück blieb es trocken bis das Zelt stand, dann grummelte es kräftig. Ich schnappte mir mein Handtuch und ging duschen. Das sind wohl die nobelsten Duschen und Waschräume, die ich je an einem Campingplatz gesehen habe.

Viel Holz und…
…eine Regendusche mit ordenlticher Trennung zum „Vorraum“

Nur alles sehr dunkel, da hätten mir ein paar hellere Fliesen besser gefallen ;D

Ein weiteres Premium-Feature des Campingplatzes: ein richtig gemütlicher Aufenthaltsraum. So kann ich gemütlich auch länger wach bleiben und Blog schreiben. Denn ab 21Uhr ist es draußen schon sehr kalt. Und so ohne Bus wäre meine einzige Möglichkeit mich ins Zelt in den Schlafsack zu legen. Im liegen schreibt sich allerdings der Blog so schlecht.

Hier lässt es sich auch länger als 21Uhr aushalten.

Jetzt ist es 21:55Uhr, morgen werde ich wie immer ca. 8Uhr aufstehen, also mache ich jetzt noch so lange die 27% Akku des Laptops noch hergeben und bearbeite Bilder von heute und stelle den Blog online. 🙂

Update 22:17Uhr: Blog ist fertig, der Akku hat noch 18% und ich geh jetzt Zähne putzen. Gute Nacht!

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