Packen zum Zweiten.
Die nächsten zwei Tage begleitet mich spontan eine Freundin aus dem Allgäu, die gerne wandern möchte. Nachdem mir zwei ruhigere Tage auch gut tun, passt mir das gut in den Plan. Gestern Abend sagte ich zu ihr, dass ich sie etwa um 10 Uhr abholen würde.
Es wurde 10:45 Uhr. Auch wenn ich dachte, dass ich eigentlich nur die paar Kisten in den Bus umpacken muss und meine Räder drauf montieren, dauerte alles wieder länger als geplant. Besonders das „wie habe ich letztes Jahr die zwei Räder auf diesen Träger gebracht?!“ Fotos angeguckt, nicht glücklich geworden, umgeplant, 3x die Position der Rahmenhalterungen am Fahrradträger verändert. Jetzt passt es.
Ich hatte eine Wanderung bei Berwang rausgesucht (natürlich auch noch heute Morgen irgendwann während ich mein Müsli in mich reinschaufelte – ich darf mein Kaloriendefizit nicht noch größer werden lassen – normal fällt bei mir in solchen stressigen Tagen immer als erstes das Essen hinten runter). Natürlich Stau am Fernpass.
Hoch auf den Hönig
Nach, gefühlt, ewiger Fahrt starteten wir um 13 Uhr dann endlich unsere Wanderung. Gemütlich ging es bergauf. Als wir losgelaufen sind, hatte ich versucht einen Campingplatz anzurufen – es ging der Anrufbeantworter dran „bla bla eine Reservierung ist nicht notwendig, wir haben genug Plätze frei, Sie können einfach anreisen“. Cool. Trotzdem habe ich noch eine E-Mail geschrieben, bis wann wir denn anreisen können, damit ich wirklich entspannt wandern kann.

Auf halbem Hochweg eine Antwortmail: „Wir sind ausgebucht.“ Toll, danke für Nichts. Wieder recherchiert, welche Campingplätze es noch gibt. Beim nächsten angefragt, direkt eine Antwort bekommen, dass Platz ist und direkt einen Pre-Check-In Link mitgeschickt. Endlich war ich beruhigt. Somit war das Ziel nicht Landeck, sondern das Pitztal. So ändern sich Pläne.

Oben am Gipfel des Hönig angekommen, entschieden wir trotzdem, nicht die gesamte Runde zu laufen, sondern lieber wieder auf dem direkten Weg nach unten zu gehen. Aus Zeitgründen. So ganz ist der Stress also noch nicht weg.



Trotzdem eine sehr schöne Wanderung, auf der wir Niemandem begegnet sind. Lediglich vom Gipfel aus haben wir eine Familie gesehen. Das war wirklich sehr schön und beruhigend.

Check-In
Auf dem Weg zum Campingplatz noch einen halben Großeinkauf gemacht, denn ich hatte mit dem Auto fast alles aufgebraucht und auch nichts auf Vorrat gekauft. Außerdem ist im Bus mehr Platz und es gibt einen Kühlschrank.
Erst bei den letzten 20 Min Fahrt habe ich realisiert, dass es ins Pitztal geht. Aber schön, da gibt’s sicher auch eine schöne Wanderung für uns morgen. Die muss nur noch geplant werden. Neben kochen, duschen und theoretisch Blog schreiben. Naja, ihr wisst ja, was hinten runtergefallen ist.

ENDLICH. Entspannung. Wir hatten gegessen, die Tour für morgen war ausgesucht. Es ist 22 Uhr. Die letzten zwei Tage waren echt stressig. Wie Schulanfang, nur knapp zwei Wochen zu früh 😉
