Heute (Do, 18.08) bin ich nach 10 Std schlaf um 8Uhr aufgewacht. Eigentlich ein guter Zufall, denn David kam gerade wieder ins Zimmer und meinte Antonio macht jetzt Frühstück für die Mit-Trekker, wenn ich da mitessen möchte, dann sollte ich jetzt aufstehen.
Nach dem Frühstück hatten wir noch etwas Zeit und sind dann um 11Uhr los in Richtung einer kleinen Ruine bei Huaraz. Wir hielten vor der Haustür ein Taxi an, doch nachdem wir ihm gesagt haben wo wir hin wollen, ist er weitergefahren. Wie wir dann erfahren haben, wollte er uns nicht mitnehmen, da die Straße zur Ruine hoch wohl sehr holprig sein soll. Naja das zweite Taxi wollte uns dann auch mitnehmen, also wir zu fünft in das Taxi eingestiegen und losgefahren. David hat sich bereit erklärt die Drohne die Wanderung über zu tragen, da wir dort sicher super Aufnahmen machen können.
 
Nach ca. 10Min Taxifahrt war die geteerte Straße irgendwann zu Ende und es ging nur noch eine unbefestigte Straße weiter. Ich dachte „naja, so lange werden wir da jetzt nicht mehr fahren“, falsch gedacht wir sind doch noch bestimmt 15-20Min mit vielleicht 20km/h langsam die Straße hoch gefahren. Dann war mir auch klar, warum dieser Taxifahrer uns mitgenommen hatte: An seinem Auto war wohl die Aufhängung schon praktisch nicht mehr vorhanden, es hat sich fast so angehört als verlieren wir gleich unsere Vorderachse…
 
 
 
Dann waren wir oben an der Ruine angekommen und mussten Eintritt bezahlen. David fragte dann, ob es erlaubt wäre Aufnahmen mit der Drohne zu machen, da meinte der Mitarbeiter, ja, aber nur mit Genehmigung des Kulturamtes und so eine Genehmigung kostet 700 Soles (ca. 190€). Also war wohl nix.
 
Nachdem wir dann die Ruine angeguckt hatten sind wie weiter Richtung Monterrey gelaufen. Als wir schon kurz nach der Ruine an einem Fußballplatz vorbeikamen, auf dem auch ein paar Einheimische spielten, wollten wir dann doch mal die Drohne starten. Ich baute alles auf und flog los. Beim Fliegen merkte ich schon, dass ich etwas mehr Gas geben muss als in Deutschland damit die Drohne ihre Höhe hält. Dann ist es passiert: durch ein kleineres Luftloch kam die Drohne kurz ins straucheln – normal kein Problem, etwas mehr Gas geben und sie fängt sich wieder – aber nicht so hier: durch die dünne Luft (ca. 3300m) ist die Drohne trotz Vollgas nicht in der Lage sonderlich schnell den Sinkflug abzubremsen. So ist sie in Stabiler Lage, aber doch etwas unsanft gelandet. Nichts weiter passiert, außer das ein Standfuß abgebrochen ist. Trotzdem habe ich jetzt Sorgen ob wir auf der Trekkingtour überhaupt mal fliegen können, schließlich sind wir da auf teils deutlich über 4000m. Wahrscheinlich hebt sie gar nicht mehr ab haha…
 
 
 
Wir sind dann also weiter gelaufen. Der Weg verläuft über einen Bergkamm, von dem aus man schön in die Berge und über Huaraz sehen kann. Bevor wir Huaraz gar nicht mehr sehen konnten, wollten wir noch eine Timelapse machen. Ich suchte mir einen Platz, bei dem im Vordergrund (aber doch bestimmt 100m weg) einige einheimische Stroh dreschten (ja das machen die hier noch per Hand&Tier). Als ich angefangen hatte kam ein Einheimischer hoch und sprach mich an, ich hab erstmal David zu mir gerufen, nachdem ich ja kein spanisch kann. Dann hat er sich mit David unterhalten, aber viel verstanden habe ich nicht, nur, dass David ihm erklärt was wir hier machen und dass er auch irgendwie Geld wollte. Dann kam ein zweiter Einheimischer dazu und die Diskussion wurde lauter. Offensichtlich wollten sie entweder Geld, dass wir da fotografieren oder wir sollten gehen.
 
 
 
Als der zweite Einheimische dann „unauffällig“ einen größeren Stein auf meine Kamera geworfen hat (aber glücklicherweise nur das Stativ getroffen hat), hab ich lieber schnell zusammen gepackt. David erklärte dann, dass die Einheimischen oft Geld von den Touristen wollen, wenn sie fotografiert werden und da werden die wohl oft sehr unfreundlich und grob. Also genau das Gegenteil, wie in Kenia, wo es die meisten gefreut hat, wenn man sie fotografiert (soweit ich mich erinnere). Dann wars das also auch mit der Timelapse. Lukas hat noch eine in die andere Richtung mit seiner GoPro gemacht, vielleicht ist die ja was geworden.
Wir sind also weitergezogen auf einem sehr schönen Weg mit super Aussicht bis Monterrey. Teils war es schwierig den Weg überhaupt zu finden, da er oft über größere Felder ging und man nicht genau wusste an welcher Ecke es weiter ging. Und die Dornen waren oft mies 😉
 
In Monterrey angekommen kauften wir uns an einem kleinen Stand etwas zu Trinken und liefen dann zur Hauptstraße um dort mit einem Kleinbus (14 Sitze) zurück nach Huaraz zu fahren. Diese Kleinbusse fahren hier ständig und halten einfach überall wo man möchte (wenn es auf ihrer Route liegt natürlich). Fahrplan gibt es keinen. Als wir dann in Huaraz waren, sind an der ersten Haltestelle die zwei Peruaner ausgestiegen und es waren nur noch wir im Bus, aber dann wurde so lange gerufen und gewartet, bis der Bus wieder voll ist. Erst im Stehen und dann einfach mit offener Schiebetür und die Leute springen einfach rein.
 
Daheim angekommen, habe ich mir mit Lukas die Bilder und Videos angeguckt und dann sind wir essen gegangen. Jetzt werden wir noch packen, denn morgen um 6 Uhr ist Frühstück und dann geht’s in die Berge. Wie ich jetzt erfahren habe, brauche ich eigentlich nur einen Tagesrucksack, der Rest kann in einen Seesack auf den Esel. Naja dann leere ich meinen Trekkingrucksack und trage ihn nur Viertel voll, auf jeden Fall angenehmer auf dem Rücken als ein voller Wanderrucksack 😉 Neue Bilder gibt’s natürlich auch.
 

 

Dann war das hier wohl der letzte Blogeintrag bis Freitag, 26.08, für euch heißt das also, Samstag (27.08) früh gibt’s wieder was zu lesen und dann wahrscheinlich nicht zu knapp 😉 
 
Unsere Planung für die nächsten Tage:
 
Nachtrag: Das erste Video ist fertig:
 

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