Ein letzter Genuss

Gestern Abend hatte ich beschlossen, dass ich auch mal das Frühstücksbuffet des Campingplatz ausprobieren möchte, wenn ich schon mal kein Zeitstress habe. So hatte ich etwas worauf ich mich freuen konnte, als ich nachts vom Regen aufgewacht bin.

der Blick gestern früh war schöner

Als ich um etwa 8 Uhr aufgestanden bin, hat es immerhin nicht mehr geregnet, es war nur alles nass. Ich schlich zum Frühstück und futterte mich eine Stunde lang durchs Buffet. Alles super lecker.

alles lecker 😍 – gut investierte 21€

Tunnel und Shopping

Gegen 10 Uhr hatte ich dann wirklich nichts mehr zu tun und musste somit den schönen Campingplatz verlassen. Nachdem ich mir etwa 40 Min. Fahrzeit erspare, wenn ich über den Arlbergtunnel und die Autobahn fahre, habe ich die 9,50€ für die Tagesvignette und 13 (!) € für den Arlbergtunnel noch vor Abfahrt bezahlt. Dabei habe ich auch gelernt, dass der Arlbergtunnel mit seinen 15,5km der längste Straßentunnel Österreichs ist (und zum Zeitpunkt der Eröffnung der längste Straßentunnel der Welt).

Abfahrt: Es regnet.

Erster Stopp war ein Einkaufszentrum in Bludenz. Eigentlich war der Interspar mein Ziel, aber ich entdeckte auch einen dm. Eigentlich hatte ich alles… Naja, Äpfel wären noch ganz cool. Naja, es wurde mehr als Äpfel… Ich bin auf jeden Fall ausgestattet für die letzten Urlaubstage bis Samstag, sodass ich nicht in der teuren Schweiz einkaufen muss.

INTERSPAR – auch wenn ich dort gar nicht so viel gekauft habe ;D

Zweiter Stopp: Oberalp Pass

Ich hatte es nicht wirklich auf dem Schirm, dass es ein Pass ist, ich dachte ich fahr einfach das Tal bis Andermatt.

Ich dachte es geht so weiter…

Nach den paar Kehren kam mir wieder die Erinnerung an die Rußpartikelfilter-Lampe nach der Fahrt über den Umbrailpass letztes Jahr. Also habe ich oben erstmal kurz angehalten und Gemini gefragt, wie ich das am Besten vermeide. Ergebnis war, dass ich oben einmal den flachen Teil am See entlang hin- und zurück fuhr. Dazu die paar Minuten im Stand laufen, die das KI fragen dauerte. Somit sollte das gröbste Überstanden sein und die KI sagte, dass ich den Motor jetzt guten Gewissens ausmachen kann.

Es wurde bergiger
schnelles Foto beim Umdrehen 😉

Ich ging ein bisschen (im Regen) spazieren. Nicht weit von hier ist die Rheinquelle. Wieder was gelernt. Deswegen steht hier auch ein Leuchtturm-Nachbau des Leuchtturms aus den Niederlanden, wo der Rhein in die Nordsee mündet.

Ein Leuchtturm in den Alpen

Außerdem stehen hier Holzsitze, die aussehen wie Flugzeugsitze. Tatsächlich gesponsert von der Fluggesellschaft edelweiss, da sie Flugzeuge nach Orten in der Schweiz benennen und es ein A320 mit dem Namen Oberalp gibt.

Auf dem „Wegweiser“ sind Flugziele angegeben
also wenn die Sitze so im Flugzeug sind, dann würde ich edelweiss vermeiden ;D

Ich erspähte ein Kreuz, startete eine Aufzeichnung, spazierte hin und machte ein Gipfelselfie. Aktivität für heute auch erledigt ;D Stolze 750m und 31hm.

Gipfel-Selfie ☑️
Panorama der Aussicht – hat ein wenig Schottland-Vibes
Der Bus bekam Aussicht auf dem See, während ich spazierte.

Kälteeinbruch und die weitere Planung

Nach weiteren ca. 20 Minuten Fahrt kam ich am „Campingplatz“ an. Das ist der einzige in der Gegend und ist eigentlich nur ein Schotterfeld mit Duschen und Klos in der Talstation einer Bergbahn. Luxus gibt’s hier nicht mehr. Gerade jetzt, wenn ein Aufenthaltsraum echt schön wäre. Es hat etwa 10°C bei Ankunft. In der Nacht sind 4-5°C angesagt.

Warm ist anders…

Unter genauer Betrachtung des Wetterberichts machte ich mir Gedanken, wie ich hier weitermache. Auf der Fahrt über den Oberalp Pass habe ich die dort verlaufende Bahnstrecke gesehen. Sehr beeindruckend so steil (sogar mit Zahnradspur), so kurvig und dann wahrscheinlich auch noch pünktlich.

Die Bahnstrecke sieht spannend aus. Es muss toll sein mit dem Zug durch die Berge zu schlängeln…

Nachdem morgen das Wetter eher sehr bewölkt sein soll, will ich nicht radeln. Also werde ich mit der Bahn nochmal zum Oberalp Pass hochfahren und dort mal zur Rheinquelle wandern. Je nach Ausführung sind das 10-12km, 700-950hm. Mal gucken, worauf ich morgen Lust habe. Auf jeden Fall wird gewandert, nicht getrailrunnt. Dem Körper noch etwas Ruhe geben (Ruhe vor dem Sturm oder so…).

komoot zweifelt immernoch an meiner Fitness. Bei jeder geplanten Tour dieser Vorschlag…

Freitag und besonders Samstag soll die Sonne etwas mehr rauskommen. Eigentlich stehen zwei größere Radtouren (jeweils über 100km, 3000hm) an. Ob ich beide an den beiden Tagen fahren werde, entscheide ich am Freitag nach der Ersten. Wenn mir das zu kalt, war, dann übernachte ich nur noch und fahre Samstag nach Hause. Wenn es gut ging, dann nutze ich den eher wärmeren Samstag noch aus und fahre die andere große Runde. Ob ich danach noch heimfahre, hier noch eine Nacht bleibe, auf dem Weg irgendwo auf einem Parkplatz übernachte wird dann spontan nach Lust und Fitness entschieden.

Ein gemütlicher Campingplatz sieht anders aus. Gemütliches Wetter auch.

Jetzt schon kalt

Jetzt ist es 21 Uhr und es ist schon echt gut kalt. Heute Abend habe ich mich auch mal mit der Standheizung auseinandergesetzt. Außerdem habe ich noch Désis Schlafsack. So frieren wie letztes Jahr in Livigno bei Nächten um die 0°C werde ich hier nicht! Aber die prognostizierten 5°C um 8 Uhr morgens gefallen mir auch nicht. Diesmal bin ich auch besser vorbereitet und habe auch warme Sportklamotten, Langlaufhandschuhe, etc. eingepackt. Hoffentlich sind die Duschen hier warm, dann ist alles halb so wild.

zum ersten Mal im Bus gegessen – verrückt, gestern bei der Radtour hat der Tacho in der Sonne noch 42°C angezeigt

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