Heute Morgen war perfektes Wetter. Strahlender Sonnenschein und keine Wolke am Himmel. Da war meine gute Laune so hoch, dass ich sogar in die Schimmeldecken-Dusche gegangen bin. Uns ging es allen so gut, dass wir uns nicht sonderlich beeilt haben und daher erst um kurz vor 11 loskamen.

Frühstück

Der erste Halt war der große Icewear Shop in Vik, da man dort kostenlos eine Factory Tour machen kann. Die „Factory Tour“ bezog sich dann aber nur auf vier Fenster, durch die man ein bisschen was von der Produktion sehen konnte. Im gleichen Gebäude war auch ein Supermarkt, wo wir uns noch ein bisschen Gebäck für unterwegs holten.

Jetzt ging es wieder die Ringstraße entlang, inmitten mehrerer Touristen Autos. Ich würde sagen nur in jedem 20sten Auto sitzt ein Isländer, der Rest sind Touristen. Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp, stand ein Schild mit dem Sehenswürdigkeit-Symbol an der Straße und ich bin einfach mal abgebogen. Jetzt waren wir wenigstens mal wirklich allein. Die Sehenswürdigkeit bezog sich auf ein paar kleine Mini-Vulkane, die in der Landschaft rumstanden. Eigentlich sind das gar keine richtigen Vulkane, sondern nur Hügel, die sich gebildet haben, als heiße Lava auf Grundwasser gestoßen ist und der entstehende Wasserdampf sich seinen Weg in die Freiheit suchte.

Mini-Vulkane

Eigentlich wollte ich bei den Mini-Vulkanen auch Drohne fliegen, aber da war es schon sehr windig, also hab ichs gelassen. Auf dem weiteren Weg musste ich es dann aber doch mal probieren. Der Wind war immer noch da, aber weniger. Allerdings hab ich zum ersten Mal eine wirklich ernsthafte Meldung der Drohne bekommen (rot):

Land ASAP :O

Erstes eigentliches Ziel war die Fjadrárgljúfur Schlucht. Dort wanderten wir ein Stück am Rand der Schlucht hinauf und dann wieder zurück. Das war wieder so ein richtiges Touristen-Ziel, sodass die Wege alle eingezäunt sind, da sonst die Leute überall rumlaufen. Schade, aber die Landschaft leidet schon sehr unter dem aktuellen Tourismus-Boom (vor allem an denen, die sich ohne Absperrung nicht an Wege halten).

Fjadrárgljúfur Schucht von unten. Im Mai ist hier erst ein riesiger Felsen abgebrochen und abgestürzt
Fjadrárgljúfur Schlucht von oben

Dafür waren die Kirkjugólf Steine umso weniger besucht. Hier waren, als wir ankamen gerade mal 4 (!) andere Personen. Das hat uns gut gefallen, und wir haben erstmal ein bisschen Pause gemacht.

Es gibt wohl einen Stein mit zehn Ecken, wir haben ihn aber nicht gefunden…
Gruppenfoto 🙂

Auf dem Weg zum Svartivoss wurde dann das Wetter immer schlechter. Am Parkplatz regnete es dann, also beschlossen wir doch erstmal die 5km weiter zu unserem Campingplatz zu fahren (der außerhalb der Regenwolke zu liegen schien), Zelt aufzubauen und es dann nochmal zu probieren. Das hat auch gut geklappt.

Unterwegs…
Tolle Landschaft, erst total flach, dann senkrecht hoch

So sind wir um ca. 17:15Uhr nochmal zurück zum Svartivoss-Parkplatz gefahren und dann nur noch im leichten Nieselregen/100% Luftfeuchtigkeit die ca. 30 Minuten zum Wasserfall gelaufen. Aufgrund der späteren Stunde waren dann wohl auch weniger Touristen dort. Perfekt. Nur mein linkes Knie tut manchmal schon sch** weh, sodass ich immer den Berg hoch-/runter schnecken muss. Doof, aber hoffentlich beruhigt sich das die nächsten Tage mal.

Svartifoss

Auf dem Rückweg zum Campingplatz geht’s einmal links weg zum Svínafellsjökull Gletscher, da wir jetzt noch etwas Zeit hatten, beschlossen wir dort doch schnell nochmal hin zu fahren. Das war jetzt aber eine richtige Schotterstraße mit riesigen Schlaglöchern. Für die vielleicht 3km lange Strecke haben wir bestimmt 20 Minuten gebraucht und sind dann durchgeschüttelt angekommen. Belohnt wurden wir mit einem tollen Blick in den See am Gletscherende.

Bild vom Fußweg aus

Hier bin ich dann auch nochmal in aller Ruhe Drohne geflogen und habe tolle Bilder aufgenommen.

Riesige Eisschollen
Ich musste 600m weit weg in 120m Höhe fliegen um alles auf ein Bild zu bekommen.
Ausschnitt aus dem vorherigen Bild. Markiert ist unser Auto. Guckt euch mit dem Wissen nochnmal das ganze Bild an, da wird einem erstmal bewusst wie groß das alles ist.

Danach gings den Holperweg wieder zurück und zum Campingplatz. Der war als wir um 16:30 ankamen noch fast leer. Jetzt ist der Gemeinschaftsraum (Platz für ca. 80 Leute) so gut wie voll. Als wir gerade unser Essen aufsetzen wollten, fragt uns eine Dame einer größeren französischen Gruppe, ob wir den Rest ihres Essens haben wollen. Dankend haben wir die für zwei Personen gut ausreichende Menge an frischer Brokkolisuppe entgegengenommen.

Gute Nacht und bis morgen 🙂

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