Mal wieder ein Blogeintrag von Sandra 😉

Die erste Nacht im Zelt war sehr kalt, aber wir haben uns inzwischen Techniken überlegt, wie wir das vermeiden können. Der Morgen war dann etwas stressig, da unser Bus nach Landmannalaugar um 9 Uhr losgefahren ist. Das hieß für uns um halb sieben aufstehen, Zelte packen, schnell ein Müsliriegel essen, Zähne putzen und gleich danach ins Auto. Unsere Trekkingrucksäcke haben wir glücklicherweise schon am Abend vorher gepackt und so haben wir nur noch kleine Sachen umgepackt.

Nico verräumt unsere Rucksäcke im Laderaum

Unser Bus war dann ein ganz gewöhnlicher Reisebus mit Ledersitzen. Und dann ging die Fahrt auch schon los: Zunächst waren die Straßen noch ganz normal und dann wurde es weiter abseits von den Städten immer steiniger. Unser Organisator/Reiseleiter/Busbegleiter hat uns dann alle überrascht und uns noch was über die Gegend erzählt. So sind wir beispielsweise an dem Vulkan Hekla vorbeigefahren, der mit seinem nächsten Ausbruch schon ca. 8 Jahre hinterher hängt. Der letzte Ausbruch war 2000 und eigentlich bricht er ca. alle 10 Jahre aus, dementsprechend ist der Druck innerhalb auch schon deutlich höher als beim letzten Ausbruch. Anschließend ging die Fahrt weiter bis wir plötzlich nach einer Flussdurchquerung angehalten haben, mitten im Nirgendwo. Grund dafür war ein Stein, der sich zwischen den Doppelreifen eingeklemmt hat.

ein druchaus schöner Platz für eine „Panne“

Nach einer kurzen Pause, in der viele ausgestiegen sind um die Gegend zu bewundern und der Busfahrer mit unserem Busbegleiter das Steinproblem gelöst hatte, ging es dann auch schon wieder weiter. Jetzt wissen wir auch, warum die in den Bussen zu zweit sind. Und dann stand uns schon die nächste Überraschung bevor, denn weil so schönes Wetter war haben wir einen kleinen Umweg zu einem Vulkankrater eingeschlagen. Dabei sind wir mit unserem Reisebus einen recht schmalen, steilen Weg hochgefahren, das war schon etwas gruselig, wenn man direkt am Fenster saß.

so viel schöner als der Krater gestern, und das war in der Busfahrt inklusive. Hätten wir das gewusst…

Nach ca. drei Stunden Fahrt, die auch so eingeplant waren, sind wir dann schließlich in Landmannalaugar angekommen. Um uns herum waren überall Berge zu sehen und der Zeltplatz lag schließlich in einem Tal. Nachdem es nun schon so spät war wollten wir heute dann doch nicht mehr unsere Trekkingtour starten und so haben wir beschlossen, dass wir hier am Campingplatz übernachten, eine gute Entscheidung wie sich noch herausstellte. Also haben wir unser Zelt aufgebaut, leider war der Boden so hart, dass wir die Heringe nicht richtig in den Boden bekommen haben. Aber dort gab es überall Steine, mit denen wir unser Zelt und die Schnüre beschweren konnten.

unser Zeltplatz in Landmannulaugar

Da es noch nicht zu spät war und das Wetter noch recht schön, haben wir noch eine 2-Stunden-Wanderung in der Gegend gemacht. Dabei ging es über ein Lavafeld, an einer Schlucht und einem Schwefelloch vorbei, besonders das Lavafeld war dann schon sehr beeindruckend.

Lavafeld
Nico in der Schwefelwolke – das stinkt

Natürlich haben wir dann doch drei Stunden gebraucht, da wir gefühlt an jeder Ecke Fotos gemacht haben.

schon eine schöne Kulisse
Mittagspause mit Aussicht

Schließlich sind wir dann wieder angekommen und haben gegessen. Da es dann doch recht kalt wurde wollten wir uns noch kurz für 10 min oder so in dem heißen Fluss, der direkt neben dem Campingplatz entlang floss aufwärmen. Dort war es dann aber so toll und wir hatten nette Gesellschaft von drei Stuttgarter Jungs, dass wir darin bestimmt zwei Stunden verbrachten.

der Weg zum warmen Becken, man sieht hinten klein, die Klamotten hängen

Danach ging es dann aber recht schnell ins Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir ja recht früh los und unsere Trekkingtour starten. Leider habe ich mir an der Treppe, die aus dem Fluss herausführt meinen Nagel halb abgerissen und musste den dann im Zelt noch schnell verarzten. Toll, dachte ich mir, jetzt habe ich wohl ein kleines Problem beim Wandern, die nächsten Tage.

4 Kommentare

  1. „Da es dann doch recht kalt wurde wollten wir uns noch kurz für 10 min oder so in dem heißen Fluss, der direkt neben dem Campingplatz entlang floss aufwärmen. Dort war es dann aber so toll und wir hatten nette Gesellschaft von drei Stuttgarter Jungs, dass wir darin bestimmt zwei Stunden verbrachten.„

    Meine absolute Lieblingsstelle! Wir hatten auch eine Menge Spaß im Fluss!
    Viele Grüße und euch noch eine tolle Zeit hier!
    Die Stuttgarter Jungs

  2. Sandra, du bist die Expertin der Cliffhanger…
    Im ersten Absatz werden Techniken zum Warmhalten entwickelt, die nie wieder auftauchen (äh… oder läuft das auf etwas nicht Jugendfreies hinaus???) und die Übernachtung war eine gute Entscheidung, „wie sich noch herausstellte“… Wann denn? Im nächsten Blog? Oder wegen der Fotos, die ihr beim Trecken vermutlich auch hättet machen können?

    1. Die Technik zum Warmhalten ist recht simpel: Mehr Kleidung anziehen und Fleecejacke in den Fußbereich des Schlafsacks 😉
      Mit dem „wie sich noch herausstellte“ war gemeint, dass wir sonst den heißen Fluss verpasst hätten, wenn wir sofort los wären.

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