Vor ein paar Tagen hab ich dann auch mal mitbekommen, dass DJI heute eine neue Drohne vorstellt. Der Titel der Veranstaltung war „Adventure Unfolds“, es ließ also verheißen, dass es sich um eine neue faltbare Drohne handelt. Jetzt hatte ich quasi „Angst“, dass meine MavicPro nicht mehr die coolste Drohne ist 😉 Über Begeisterung mit der MavicPro hab ich übrigens einen extra Blogpost geschrieben.

Heute um 16Uhr war es dann soweit und die Vorstellung der neuen Drohne begann. Ich saß natürlich gespannt vor dem PC und hab den Livestream verfolgt.  Und ja, es ist eine neue Mavic. Genannt DJI Mavic Air.

Mavic Air oder Spark Pro?

Kurz gesagt: eine Faltbare DJI Spark mit mehr Sensorik. Meine größte Angst, dass sie eine Mavic2 mit 1-Zoll Sensor (wie bei der Phantom 4 Pro) bringen wurde mir sehr schnell genommen, denn die Mavic Air hat auch „nur“ einen 1/2.3″ Sensor wie die Mavic Pro. Allerdings ist die Blende der Air 2.8, bei der Pro ist es 2.2, ich bin mal gespannt, was erste Qualitätsvergleiche bringen werden.

Mehr reine Fakten gibt es unten, jetzt schreib ich erstmal was mir am Wichtigsten war.

Kamera und Flugmodi/Quickshots

Die Mavic Air ist in meinen Augen also eher eine „Spark Pro“. Sie hat einen 3-Achsen Gimbal für die Kamera, welche 4K/30fps oder 1080p mit bis zu 120fps aufzeichnen kann. Aufgezeichnet wird entweder auf eine microSD oder, was jetzt neu ist, den internen 8GB Speicher. Gerade hilfreich, wenn man mal die SD-Karte im CardReader stecken gelassen hat 😉 Die Mavic Air hat auch ein paar neue Flugmodi verpasst bekommen und ich hoffe (und glaube auch daran), dass die auch mit dem nächsten Update für die restlichen Drohnen von DJI kommen werden. Zum einen wären das eine automatische Panoramafunktion. Meine Mavic Pro kann zwar auch Panoramas fotografieren, die muss ich aber im Nachhinein selber am PC zusammenstellen. Die Mavic Air kann das dann wohl automatisch.

Dann kommen noch zwei automatisierte Videofunktionen dazu. DJI nennt diese „automatisierten Videofunktionen“ übrigens QuickShots. Was mit der Spark damals kam, war z.B. der Dronie. Heißt ich lass die Drohne vor mir schweben, drück an meinem Handy auf „Dronie“ und die Drohne fliegt langsam rückwärts von mir weg. Mit den letzten Updates kam diese Funktion dann auch zur Mavic Pro. Mit der Mavic Air kommt die Funktion „Astroid“ dazu, heißt die Drohne erstellt ein verrücktes sphärisches Panorama automatisch, das finde ich jetzt nicht so spannend. Was viel cooler ist, ist „Boomerang“. Wie die Name schon vermuten lässt fliegt die Drohne dann eine Art Boomerang-Flugkurve um das Objekt. Das sieht im Video viel besser aus als einfach nur ein Kreis. Von Hand lässt sich das nur schwer fliegen, schön, dass es jetzt eine automatisierte Funktion gibt.

Sensorik und Steuerung

Damit die Mavic Air, gerade wenn sie automatisch fliegt, nicht irgendwo rein fliegt, hat sie insgesamt 7 Kameras verbaut. Also praktisch das ähnliche „Visioning System“ wie die Phantom 4 Pro, nur ohne die seitlichen Sensoren. Die Mavic Air erkennt also Hindernisse im Vorwärts- und Rückwärtsflug, sowie nach unten. Sie erstellt intern eine dreidimensionale Karte mit der sie dann Hindernisse intelligenter umfliegen kann (Flight Autonomy 2.0). Neu ist jetzt ein Flugmodus, bei der die Drohne Hindernisse automatisch umfliegt. Heißt, ich steuer gerade auf ein Hindernis zu und die Mavic Air sucht sich selbstständig einen Weg drumherum oder jetzt auch oben drüber. DJI nennt das dann Advanced Pilot Assistance System (APAS).

Wie die Spark lässt sich die Mavic Air auch mit der Hand, also ohne Fernbedienung steuern. Wie man in der Präsentation gesehen hat, geht das auch ganz schön flott und die Mavic Air folgt der Hand mit nur minimaler Zeitverzögerung, schon sehr beeindruckend. Über bestimmte Gesten gibt man der Drohne dann Befehle. Sei es weiter wegfliegen, höher, tiefer, Foto machen, landen…

Die Fernbedienung ist auch etwas „taschenfreundlicher“ geworden, sieht in meinen Augen allerdings fast genauso aus wie der der DJI Spark. Sie hat also keinen Display, wie die Fernbedienung der Mavic Pro.

Preis

Kosten wir die Mavic Air in Deutschland 850€ im Standardpaket. Das Standardpaket besteht aus Drohne, Fernbedienung, kleiner Tasche, Akku, Propeller + 2 Ersatzpropeller, Propellerguards und Ladegerät. Es gibt sie in drei Farben: Schwarz/grau, Weiß, Rot. Außer dem Standardpaket gibt es noch die „Fly and More Combo“ für 1049€, hier gibts dann 4 Ersatzpropeller, 3 Akkus und eine zusätzliche Tasche.

Faktensammlung Mavic Air:

  • Allgemein:
    • 1/2 Größe der MavicPro
    • 41% leichter also die MavicPro
    • 7-onboard Kameras
    • Kollisionserkennung nach vorne, hinten und unten
    • Reichweite ca. 4km
    • 21-Min Flugzeit
    • 8 GB Interner Speicher (falls mal die microSD vergessen wird)
    • USB-C Port
    • Max. 68km/h im Sportmodus
    • Bis Windgeschwindigkeiten von ca. 35km/h flugtauglich
    • Max. Flughöhe 5000m ü. NN
  • Kamera:
    • 4K/30fps, 1080p/120fps
    • 3-Achsen-Gimbal
    • 1/2.3″ CMOS Sensor, 24mm, f2.8
    • 100Mbit/s Video
    • Automatische Panoramafunktion (1 Min Flugzeit für ein 32 Megapixel Panorama)
    • Automatische HDR-Funktion
  • Flugmodi & Quickshots:
    • Alle bereits bekannten Flugmodi (ActiveTrack, TripodMode,…)
    • Active Track kann jetzt auch zwei Objekte gleichzeitig erfassen
    • Asteroid-Quickshot Modus (=Sphärisches Panorama)
    • Boomerang-Quickshot Modus (Cooler Kameraschwenk, deutlich besser als ein einfacher Kreis)
    • PalmControl (= Steuerung ohne Fernbedienung über Gesten)
  • Preis:
    • Standardpaket: 850€
    • Fly-and-More-Combo: 1049€

Noch mehr Infos gibts natürlich auf der DJI Homepage.

 

Fazit für mich:

Ich bin erleichtert. Es ist zwar eine coole neue Drohne und DJI hat mal wieder bewiesen, dass sie nicht ohne Grund Weltmarktführer sind, aber umhauen tut es mich nicht und ich kann heute Abend beruhigt ins Bett gehen. Meine Mavic Pro bleibt also erstmal bei mir und ich träume nicht von einer neuen Drohne 😉

Promovideo der Mavic Air:

 

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