Wir haben uns heute mal den Wecker auf 7 Uhr gestellt, da ab ungefähr 8Uhr Regen angesagt war. Als der Wecker dann aber geklingelt hat, hat es schon geregnet und wir haben uns noch bis um 8 gewälzt und sind dann aufgestanden. Nach schnellem Frühstück im Auto haben wir dann im Regen das Zelt zusammengepackt und sind um halb 11 vom Platz gefahren.

Auf dem Weg zu den Wasserfällen

 

Unser erstes Ziel waren die Falls of Shin, ein kleiner Wasserfall den immer wieder kleine Lachse (ja der leckere Fisch) hochspringen. Auf dem Weg dorthin genossen wir die schöne Landschaft, aber Pausen haben wir immer kurz gehalten, da es im Nieselregen und mit Wind außerhalb des Autos nicht gerade gemütlich war. Bei den Falls of Shin angekommen, staunten wir erstmal über das neue Besucherzentrum, was erst 2017 eröffnet hatte. Interessant ist auch, dass bei solchen „Attraktionen“ immer viele (ca. 20) Autos stehen, der Weg dorthin, aber nur eine single-track road ist und einem vielleicht alle 5 Minuten ein Auto entgegenkommt.

Wie liefen also die die paar Meter zum Wasserfall und warteten auf springende Lachse. Da es gerade kein Wasser von oben gab, beschloss ich mal kurz mit der Drohne über den Fluss und Wasserfall zu fliegen.

Die Viewing Platform der Falls of Shin

Schon schön leise die Drohne, ich bin ca. 2m hinter den Wasserfallbesuchern abgehoben und nicht ein einziger hat sich umgedreht. Während den 5Min in denen ich geflogen bin, ist dann wohl ein Lachs gesprungen und ich habs nicht gesehen 🙁 Nachdem ich wieder zusammengepackt habe, haben wir noch ein paar Minuten geguckt und ich hab dann doch noch einen springen sehen 🙂 Fotos davon gibt’s aber verständlicherweise keine, vielleicht hat die Drohne den Ersten gefilmt, mal gucken.

In diesen alten Waggons kann man übernachten 🙂
In Lairg

Weiter gings zum Dunrobin Castle. Nach kurzem überlegen, haben wir uns dazu entschlossen die 9 GBP Eintritt zu zahlen und uns mal ein Castle von Innen anzugucken. Zudem gab es eine viertel Stunde nach unserer Ankunft auch eine Falken-Show (nicht die Falken-Drift-Show vom Nürburgring, sondern das Ding mit den Vögeln ;)). Der Falkner erzählte uns (und vielen anderen) einiges über die Vögel und präsentierte die Jagdmethoden von drei verschiedenen Falkenarten. Das ganze hat dann doch über 45Min gedauert.

Auf der Jagd 1
Auf der Jagd 2
Omnomnom 🙂

Danach sind wir erstmal in das Castle und danach nochmal durch den Garten spaziert. Innen durfte man nicht fotografieren, daher gibt’s nur Fotos von außen.

Dunrobin Castle

Jetzt ging es weiter nordwärts zu den Hill o’Many Stones. Zumindest war das der Plan. Die letzten 20 Minuten Fahrt hat es immer stärker geregnet und die elektronischen Straßenschildern warnten vor „heavy rain“. Wir sind dann trotzdem mal beim „Hill o’Many Stones“ Schild abgebogen und die teilweise bestimmt 10cm unter Wasser stehende Straße entlanggefahren. Irgendwann standen wir in einer Sackgasse. Etwas verwundert haben wir umgedreht und sind wieder Richtung Hauptstraße zurück gefahren. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich im Gebüsch plötzlich ein kleines Gartentürchen mit einem Schild, bei genauerem Hinsehen stand da doch tatsächlich „Hill o’Many Stones“ drauf. Nachdem es jetzt aber sehr stark regnete, beschlossen wir uns lieber ein B&B zu suchen, nachdem es schon 17:45Uhr war. Das war gar nicht so einfach, denn in Wick gibt es keine Touristen Info und die ersten drei B&B waren schon voll. Ein weiteres das wir gefunden hatten, stand noch „Vacancies“ dran. Uns begrüßte eine sehr nette Dame und zeigte uns ein Zimmer, das ging schon alles sehr schnell. Als ich sie dann fragte, was es denn die Nacht kostet, meinte sie 85 GBP. Ähm. Ok. Wir haben also erklärt, dass wir eigentlich auf Zelttour sind und uns lieber erstmal nach was Günstigerem umsehen. Sie blieb trotzdem super freundlich.

Der Regen ließ etwas nach und wir guckten dann mal auf den Wetterbericht (EU-Roaming sei dank). Heute Abend soll es wohl aufhören zu regnen und auch bis morgen nicht mehr anfangen. Also sind wir doch auf den Campingplatz in Wick. Achja, wir suchten übrigens in Wick nach einem B&B, den Ort hatte ich noch gar nicht genannt.

Am Campingplatz angekommen, sah es sehr leer aus und ich meinte noch zu Sandra „na da bekommen wir sicher noch was“. Die Besitzerin begrüßte uns sehr freundlich und meinte eigentlich sind sie voll, nach einem verwunderten Blick von mir fügte sie hinzu, dass das Gras überall zu nass ist und sie noch eine Gruppe mit 10 Leuten erwartet. Aber wir können ja mal gucken, ob uns der freie Platz gleich hinter der Einfahrt trocken genug ist, dann dürfen wir unser Zelt da aufstellen, aber das Auto muss draußen bleiben.

Also haben wir das Zelt in Rekordzeit im mittlerweile (natürlich) wieder stärkeren Regen aufgebaut und sind dann in die Stadt in einem Pub gefahren, da wir beide keine Lust mehr auf kochen im Regen hatten. Jetzt sitzen wir hier im „The Alexander Bain“ Pub in Wick, ich schreib Blog und Sandra plant mit dem Reiseführer die Ziele der nächsten Tage.

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