Nachdem es gestern Abend doch etwas später geworden ist, haben wir heute beschlossen erst um 10Uhr aufzustehen. Als dann der Wecker geklingelt hat, wurde ich leider auch vom prasselnden Regen am Zimmerfenster geweckt. Aber positiv denken: erstmal ne halbe Stunde länger schlafen, auf einer Insel ist es im Regen ja eh doof. Dann sind wir aufgestanden und haben beim Frühstück beschlossen erstmal GoKart fahren zu gehen und zu hoffen, dass das Wetter dann besser ist und wir noch auf die Insel Brönnö können.

Um ungefähr 12Uhr sind wir dann mit Markus Mitbewohner zur Kartbahn gefahren und sind dort drei Heats gefahren. Echt ne coole Kartbahn mit Elektrokarts und Fotos von den Fahrern, welche im jeweiligen Heat fahren.

Um halb drei waren wir dann fertig und haben uns auf den Weg in Richtung Fähre gemacht. Auf dem Weg dorthin haben wir nochmal in der Nähe von Markus Arbeit vorbeigekommen und haben dort in einem Blumenladen mit Café uns ein traditionell Schwedisches Sandwich Räkmacka geholt. Im Prinzip ist das eine Scheibe Brot, ein Salatblatt, Ei und das Ganze dann mit Krabben überhäuft bis man das Brot nicht mehr sieht 😉 Sehr lecker!

Räkmacka

Dann die verbleibenden zwei Stationen bis zum Fähranleger gefahren und auf die Fähre gelaufen. Erst war ich verwundert, dass das keine Autofähre war und einige Leute einen Wagen auf die Fähre gezogen haben. Markus hat mir dann erklärt, dass die Inseln, die die Fähre ansteuert alle komplett Autofrei sind.

Die Überfahrt war schon ein Traum. Die Fähre hat sich zwischen den Inseln durchgeschlängelt und an manchen auch zweimal gehalten (klar, weil ohne Auto wollen die Einwohner ja nicht zu weit laufen). Markus und ich sind die ganze Fahrt auf dem hinteren Deck hin und her gesprungen, weil wir gar nicht wussten wohin wir als nächstes gucken sollen.

Kurz von dem Ablegen in Saltholmen
Ankunft in Brännö

In Brännö angekommen haben wir uns also auf den Weg gemacht. Selbe Strategie wie gestern: Erst ein bisschen durch den Ort, dann auf den Naturteil der Insel. So ein Ort wirkt ganz anders, wenn das Hauptverkehrsmittel ein Fahrrad ist. Dementsprechend schmal sind auch die Wege.

sieht aus wie ein Radweg, ist aber eine „Hauptverkehrsstraße“

Als wir dann den Rundweg begonnen haben hat die Sonne geschienen, aber kurz darauf hat es etwas das regnen angefangen. Zum Glück waren wir gerade in einem Waldstück und haben uns den dichtesten Baum ausgesucht und standen so fast im Trockenen. Dadurch, dass es so extrem windig ist, ziehen auch die Wolken sehr schnell und der Regenschauer war schnell vorbei.

Hier hat der Rundweg begonnen.

Ein paar Panoramas später kamen wir dann am höchsten Punkt an und konnten eine super Aussicht genießen, wenn auch im Stürmischen Wetter.

ganz schön windig 😉 – Danke Markus für das Foto

Jetzt sind wir über eine kleine Brücke rüber auf die Insel Galterö und wurden auf dem dortigen ca. 2,5km langen Rundweg von Schafen begleitet/beschnuppert/beknabbert. Eigentlich denkt man ja, dass die eher scheu sind, also bin ich mit der Kamera langsam auf sie zu in der Hoffnung ein gutes Bild zu bekommen. Beim zweiten Schaf kam dann ein Junges auf mich zugelaufen, déjà-vu an Peru 😉 Das hat diesmal aber länger an mir und meiner Kameralinse geschnuppert. Markus stand hinter mir und meinte nur „wir machen uns grad ganz viele neue Freunde“. Als ich mich umgedreht hab, kamen ungefähr zehn weitere Schafe auf uns zugelaufen. Als eins davon angefangen hat an Markus Hose zu knabbern sind wir weitergelaufen. Das Junge mit dem alles angefangen hat, ist mir dann hinterher und hat mich nochmal ins Bein gestupst (ein bisschen, wie Katzen das machen, wenn sie gestreichelt werden wollen). Naja wir wollten trotzdem weiter.

Da standen sie noch einfach auf dem Weg

Gegen Ende des Rundwegs auf der zweiten Insel gab es einen kleinen Sandstrand, wir machten dort ein paar Fotos und gingen weiter. Als wir ungefähr 70m weiter waren, sahen wir den Schornstein eines großen Schiffs, welches gerade aus dem Hafen von Göteborg kam. Markus nur mit einem Grinsen zu mir „Timelapse?“, also sind wir zurück zum Strand gerannt und haben dank perfekter Teamarbeit nur wenige Sekunden später die Timelapse begonnen. Gerade als das Schiff durch war wurde es immer windiger und die Wolken sahen auch so aus, als würde es gleich wieder einen kurzen, aber kräftigen Schauer geben. Kaum sind wir weitergegangen, hat es auch angefangen kräftig, fast horizontal zu regnen. Wir sprangen hinter den nächsten Felsen in Deckung, denn dank des Windes blieben wir dort trocken, obwohl wir kein Dach über dem Kopf hatten.

Der Weg zum Strand

Jetzt ging es über den Rest des Rundwegs erst von Galterö, dann von Brännö zurück in den Ort. Dort angekommen mussten wir mal wieder feststellen, dass die letzte Fähre vor 20Min gefahren ist und wir jetzt eine Stunde warten müssen. Naja halb so wild. Während wir im Wartehäuschen saßen hat es nochmal ordentlich geschüttet. Dann ging es mit der Fähre und Straßenbahn nach Hause.

Ein toller Tag mit Action und Natur, sämtlichen Wetterlagen und guter Zeiteinteilung 😉

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