Markus Vorschlag heute war auf die Insel Rörö (Link zu GoogleMaps) zu fahren, weil dort wohl heute noch Midsommer gefeiert wird und das nicht so touristisch ist.

Das ist der Plan 🙂

Wir sind um halb 10 aufgestanden, haben gefrühstückt und haben uns Sandwiches für unterwegs gemacht. Um 11 sind wir dann in Richtung Stadtmitte zu Fuß losgezogen. Auf dem Weg dann schon die ersten Fotos gemacht und auch ein 3-Tages-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft. Da Markus App ihm aber irgendwie nicht sagen konnte, wie, und zu welchem Tarif man zur Insel Rörö kommt, haben wir nochmal nachgefragt und mussten uns noch zusätzliche Bustickets kaufen. Der nächste Bus fuhr um 12:37, also hatten wir noch circa eine Stunde Zeit und liefen ein bisschen durch die Stadt.

Göteborg

Erst hab ich mich gewundert, warum der Bus zu den Inseln im großen Busbahnhof beim Hauptbahnhof fährt, als ich dann sah, dass es ein großer Doppeldecker Bus war, war mir das dann auch klar. Zum Glück fuhren kaum Leute mit und wir konnten oben vorne sitzen und haben daher auch richtig was von der Fahrt mitbekommen. Es ging erstmal mit dem Bus auf die Fähre nach Hönö. Bis dahin ist der Bus recht flott und auf Schnellstraßen gefahren. Jetzt aber ist er wohl zum Dorfbus geworden und ist trotz seiner Größe durch den ganzen Ort gefahren, durch enge Straßen, knapp unter tiefhängenden Telefonleitungen durch. Aber dort sieht es aus wie im Bilderbuch. Bunte Häuser, fast jeder hat eine Schweden Flagge vor seinem Haus, Volvos, Meer, einfach toll.

Der Bus
Mein Haus, mein Boot, mein Volvo 😉

Am nördlichen Ende von Hälsö hatte der Bus dann vor der nächsten Fähre Endstation und wir sind zu Fuß auf die zweite Fähre nach Rörö. Wie die erste Fahrt hat auch die zweite circa 20 Minuten gedauert. Da waren wir also. Von Midsommer aber keine Spur. Naja wir beschlossen einfach mal drauf los zu laufen und sind einmal durch den Ort gelaufen und auch da haben wir nichts Midsommer-Feier-mäßiges gesehen. Aber der Ort an sich auch ganz toll 🙂 Diese ganzen bunten Häuschen… Und richtig Klischee-mäßig natürlich das rote Haus direkt am Meer:

Dort haben wir dann auch Pause gemacht und unsere Sandwiches gegessen. Währenddessen lief natürlich eine Timelapse 😉 Mit vollem Magen sind wir dann ungefähr um 15Uhr ein Stück zurück in den Ort um dann dem großen Naturschutzgebiet (was ungefähr 70% der Insel einnimmt) einen Besuch abzustatten. Die Landschaft ist der Hammer! Es gibt keine Bäume, dafür ist der Boden wahrscheinlich zu felsig, aber einige grüne Flecken gibt es schon. Das macht alles aber gut überschaubar und vor allem kann man praktisch überall querfeldein laufen, da es meist eh Felsen sind. Markus und ich sind gleich nach Betreten des Parks gleich mal auf den nächstbesten Felsen um uns einen Überblick zu verschaffen und waren jetzt schon begeistert und wussten gar nicht was wir als erstes fotografieren sollten. Mit jedem Stück das wir dann weiter gelaufen sind tauchte wieder eine noch tollere oder auch anderes tolle Stelle auf. Für den ersten knappen Kilometer haben wir bestimmt schon ein bis zwei Stunden gebraucht, weil wir immer wieder stehen geblieben sind und einfach nur die Gegend um uns herum bewundert haben. Warum auch nicht, wir haben ja Zeit. Die Sonne geht erst um 21:21Uhr unter und vor 23:30 ist es nicht dunkel. Also umrundeten wir die ganze Insel einmal und machten dabei einen Haufen Fotos.

Als erstes gleich mal den Erstbesten Felsenhügel hoch.
Traumhaftes Panorama
Flucht

Man erkennt, dass auch meine Linse schon matt ist.
Kleinere Spungeinlagen waren auch dabei, wenn auch nicht nötig 😉

 

Das Ganze waren dann ungefähr 5,5km, wenn man unser ganzes zickzack-laufen mal rausnimmt. An zwei Stellen wollten wir dann die Brandung fotografieren und sind ordentlich nass geworden. Zum Glück nur wir, die Kameras haben nur einzelne Spritzer abbekommen. Trotzdem waren die Linsen des Öfteren von der Gischt feucht.

Um ungefähr 20:15Uhr sind wir dann wieder am Ausgangpunkt angekommen und haben uns auf den Weg zum Fähranleger gemacht. Jetzt gab es nur ein Problem. Die 20:30Uhr Fähre ist wegen eines Arzteinsatzes früher gefahren und die nächste ging erst um 21:30Uhr. Also hieß es für uns über eine Stunde warten. Mittlerweile wurde es schon kälter. Ich denke so 15°C, aber mit dem starken Küstenwind wars dann trotz Pulli und Jacke nicht mehr so warm.

Der Rückweg hat dann doch etwas länger gedauert als der Hinweg, denn der Bus der tagsüber von Göteborg bis auf die erste Insel durchfährt, fährt nachts nicht mehr. Wir mussten also erst mit der Fähre, dann mit dem ersten Bus, wieder Fähre, nächster Bus und dann noch ein Bus. Dafür gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Um 0:15Uhr waren wir dann endlich wieder daheim. Unsere Mägen schrien natürlich nach Essen, schließlich hatten wir seit den Sandwiches nichts mehr. Ich hab angefangen den Blog zu schreiben und Markus hat die Burger in die Pfanne gehauen.

Was sollte jetzt um 0:40Uhr in einem sechsstöckigen Mehrfamilienhaus mitten in der Stadt nicht passieren? Richtig, der Rauchmelder sollte nicht lospiepsen… Ich weiß nicht wie hyper-empfindlich dieses Ding sein muss, dass es zwei Räume entfernt hängt und losgeht, wenn in der Küche was mit Dunstabzug und offenen Fenster gebraten wird. Nagut, jetzt sind wir jedenfalls satt und die Nachbarn schlafen hoffentlich noch oder wieder. Ich such euch jetzt noch ein paar Fotos raus, damit hier auch etwas zwischen den Zeilen zu sehen ist 😉

Gute Nacht!

Links Route durch den Naturpark, rechts durch den Ort

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