Ja richtig gelesen, wir sind auch virtuell ein 24h Rennen gefahren. Und zwar mit der Rennsimulation Assetto Corsa. Das ganze wurde von der Schwarzbierbude Community im Internet veranstaltet. Genau eine Woche nach dem echten 24h Rennen, zu dem ich übrigens auch einen Blog (<– Link) geschrieben habe.

Als Daniel, Alex und ich ungefähr 5 Wochen vorher davon erfahren haben, haben wir sehr schnell beschlossen da mitzufahren. 2015 haben Marty, Daniel und ich das ja schon mal gemacht, nur musste man damals an einem PC fahren. Davon existiert übrigens auch eine Timelapse:

Dieses Jahr ist ein Fahrerwechsel auch mit Fahrern möglich, die nicht im gleichen Raum sind. Alex hat also Daniel besucht und die beiden sind an einem PC gefahren und ich hier in Fürth an meinem eigenen. Kontakt haben wir über TeamSpeak gehalten.

Aber jetzt erstmal noch einen Schritt zurück:

Vorbereitungen

Dieses Mal war es auch möglich, dass jedes Team eine eigene Team-Lackierung einreicht und mit dieser dann das 24h Rennen fährt. Marty konnte dieses Jahr leider nicht mitfahren, da er gerade in Schweden wohnt um dort seine Masterarbeit zu schreiben. Aber das hatte für uns einen großen Vorteil: In seiner WG wohnen zwei Autodesigner. Die waren von der Idee des virtuellen 24h Rennens auch angetan und haben sich bereiterklärt für uns ein Design zu machen. 

Auf den Porsche hatten wir uns sehr schnell geeinigt auch eine Designgrundidee war schnell da. Dann hieß es für Dani, Alex und mich erstmal warten, bis die erste Version des Designs fertig war. Unsere Jungs in Schweden haben nur ein Problem: Sie haben keinen Rechner auf dem das Spiel läuft, daher haben sie das Design in Photoshop erstellt, konnten es sich aber nicht in 3D auf dem Auto angucken. Marty hat mir die Templates dann immer in die Cloud geschoben, ich hab das Auto im Spiel geladen, Screenshots gemacht, ihm geschickt und dann haben wir diskutiert was noch verbessert werden muss.

Hier der Wandel des Designs von Version 1.0 bis 1.7 – Einen RIIESENDANK an Harry, Martys Mitbewohner, der wohl einen Großteil der Arbeit gemacht hat:

Version 1.0
Version 1.2 – dunkleres Grau, kräftigeres grün
Version 1.3 – Sponsoren
Version 1.4 – Allgäu Franken Racing in der Windschutzscheibe, Startnummer
Version 1.7: Finale Version, Sponsoren teilweie noch verschoben, geradegerückt, AFR Logo kleiner und transparent gemacht
Version 1.7: Finale Version mit der Nordschleife auf dem Dach
Version 1.7: Finale Version

Das Rennen

Samstag um 14Uhr war Qualifying, welches ich fahren sollte, da ich von uns dreien der schnellste Fahrer bin. Mein Ziel war irgendwas unter 8:40Min, hab ich mit 8:31.xxx auch geschafft. Chancen auf den Sieg hatten wir nie und haben wir uns auch nicht ausgemalt. Die schnellsten Fahrer auf der Schwarzbierbude fahren eine 8:12.xxx und selbst im Rennen konstant unter 8:25Min. Mein Ziel im Rennen war im Schnitt unter 8:40Min zu fahren und möglichst nicht abzufliegen. Dani fährt nicht ganz so viel wie ich und hat daher als Ziel unter 9Min zu fahren. Alex ist bis jetzt noch nie in Assetto Corsa gefahren, immer nur Grand Turismo an der PlayStation, er muss sich also erstmal umgewöhnen. Am Ende war er dann fast so schnell wie Dani, also um die 9 Minuten.

Start

Der Schaden war auf 50% eingestellt, das heißt man kann schon mal abfliegen ohne, dass die Karre einen Totalschaden hat. Aber mit schnellen Rundenzeiten ist dann nix mehr. Der Schaden von einmal an die Leitplanke fahren, bewirkt bei mir z.B. ca. 5-8Sekunden Zeitverlust pro Runde, da die Aerodynamik vom Auto beschädigt ist.

Ich bin die ersten zwei Stunden gefahren. Der Start und die ersten Runden waren super, man merkt, dass auch in der virtuellen Welt der Respekt vor anderen existiert. Bis ich in der dritten Runde durch einen eigenen Fehler einmal die Leitplanke berührt hab, war mein Auto komplett unbeschädigt. Auch gab es keinen Dreher in den ersten Runden. Es wurde also extrem zivilisiert gefahren. Der hammer!

dicht an dicht

Nach mir sind dann Dani und Alex auch jeweils zwei Stunden gefahren. Während Alex Stint haben wir diskutiert, ob wir auf 90Min oder 180Min Stints umsteigen, da ein Tank 10 Runden, also 90Min hält und alles andere einen zusätzlichen Stop einbringt. Bei jedem Boxenstopp hat man eine Mindeststandzeit von 4 Minuten, das kostet also richtig Zeit. Jetzt sah unser Zeitplan also folgendermaßen aus:

Unser Zeitplan (klicken zum vergrößern)

Ich fuhr von 21Uhr bis 22:30Uhr und vertrieb mir danach die Zeit mit Livestream gucken (ja von diesem Rennen gab es einen Livestream auf YouTube!) und ging mal an die frische Luft. Apropos Livestream: Man mag es nicht glauben, aber zum Start hatte der Livestream knapp 200 Zuschauer und auch in der Nacht konstant über 50. Das ist schon der Wahnsinn für so ein Virtuelles Event. Sicher sind die Zahlen auch zu verdanken, dass der Stream auch durchgehend Kommentiert wurde. Überwiegend von dem Kanalinhaber, aber auch Dani oder ich waren mal als Gast „in der Kommentatorenkabine“. 😉

Wehrseifen – Hier haben wir im echten 24h Rennen gestanden und die letzten Rennstunden angeguckt

Nach meinem Stint von 1:30 bis 3Uhr hab ich mich dann ins Bett gelegt. Für 2,5 Stunden. Dann aufgestanden, 10 Runden (90Min) gefahren und wieder für 2 Stunden ins Bett.

Um 10Uhr bin ich dann wieder aufgestanden und hab geduscht um richtig wach zu werden. Im Anschluss meinen letzten Stint von 10:30 bis 12Uhr gefahren. Obwohl wir auf den hinteren Plätzen waren, lieferten wir uns zum Ende ein Duell mit einem anderen Team.

Trotz, dass wir nicht vorne mitgefahren sind, bin ich öfter mal auf ein anderes Team aufgefahren, welches uns zwar schon überrundet hatte, aber ich trotzdem schneller war, als der aktuelle Fahrer von denen. So gab es immer spaßige Duelle und man ist nie alleine gefahren.

Am Ende waren wir 13 von 16. Uns hat es einen riesen Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf das nächste mal 🙂

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